In Ostafrika

Piraten kassierten seit 2005 306 Mio. € Lösegeld

Ausland
02.11.2013 12:32
An Piraten vor der Küste Somalias und am Horn von Afrika sind zwischen 2005 und 2012 bis zu 413 Millionen Dollar (306 Millionen Euro) Lösegeld geflossen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Freitag veröffentlichte Studie von Weltbank, UNO und Interpol, die sich unter anderem auf Aussagen ehemaliger Piraten stützt.

Demnach landet der Löwenanteil der von Reedereien gezahlten Millionenbeträge nicht bei den Piraten, sondern bei ihren finanzkräftigen Hintermännern. Diese nützten das Geld zum Teil für kriminelle Machenschaften wie Waffen- und Menschenhandel sowie Finanzierung von Milizen. Bei den Piraten selbst verbleibe nur ein winziger Teil, nämlich weniger als 0,1 Prozent, der Lösegelder, heißt es in der Studie.

Die Piratenüberfälle am Horn von Afrika hätten 2011 einen Höhepunkt erreicht und seien seitdem zurückgegangen. Die Studie führt das auf verstärkte Militäraktion vor Somalia zurück - darunter auch der EU-Einsatz Atalanta unter Beteiligung der deutschen Marine. Die Angriffe der Piraten in der Region richten aber nach wie vor beträchtliche Schäden an.

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