Die Vereine wehren sich gegen die geplante Einführung eines Höchststeuersatzes von 75 Prozent für Großverdiener, deren Jahreseinkommen über einer Million Euro liegt. Abgeführt werden soll die Steuer direkt von den Unternehmen, die solche Gehälter zahlen, also auch von Fußballvereinen. Der eigentliche Steuersatz beträgt dabei 50 Prozent - auf die 75 Prozent kommt man erst, wenn die Sozialabgaben hinzugerechnet werden.
"In schwierigen Zeiten normal, Solidarität einzufordern"
"Alle Unternehmen sind betroffen", betonte Cazeneuve am Donnerstag in einem Interview mit dem Fernsehsender BFMTV. "Das ist das Prinzip." Ähnlich unnachgiebig hatte sich zuvor der Pariser Regierungschef gezeigt: Die Franzosen würden "nicht verstehen", wenn der Fußball von der Reichensteuer ausgenommen würde, sagte Ayrault in einem Interview mit der russischen Zeitung "Kommersant". In schwierigen Zeiten sei es "normal", Solidarität von jenen einzufordern, die die notwendigen Mittel hätten, betonte Ayrault.
Die französischen Profifußballklubs der beiden ersten Ligen haben unterdessen einen Streik angekündigt. Mit einem "weißen Spieltag" ohne jegliche Begegnungen wollen sie vom 29. November bis 2. Dezember gegen die geplante neue Angabe protestieren. Die Vereine wollen zumindest erreichen, dass der Steuerhöchstsatz von 75 Prozent nicht rückwirkend für bereits geschlossene Verträge gilt. Beim neureichen Tabellenführer Paris Saint-Germain von Superstar Zlatan Ibrahimovic (Bild) etwa verdienen mehr als zehn Spieler über eine Million Euro pro Jahr.








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