24.10.2013 10:35 |

Leben in Angst

Familie von "Luxus-Bischof" erhält Morddrohungen

Empörung, heftige Kritik - und nun auch Morddrohungen: Während sich der Vatikan und auch die deutsche Justiz derzeit intensiv mit dem Fall des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst beschäftigen, lebt die Familie des als "Luxus-Bischof" kritisierten 53-jährigen Geistlichen in ständiger Angst. Wie die Online-Ausgabe des deutschen Magazins "Bunte" am Donnerstag berichtet, erhalten die Angehörigen Todesdrohungen.

Der Schwager Tebartz-van Elsts, Johannes Winkels, meinte gegenüber dem Magazin: Wir bekommen täglich Morddrohungen. Per Telefon oder in Briefen." Demnach würden die Familienmitglieder die Wut auch in der Heimatgemeinde im Niederrhein spüren - man werde immer wieder beschimpft, so Winkels.

"Am liebsten würden wir Deutschland verlassen"
"Mein Schwager liegt doch schon am Boden. Aber man will ihn noch weiter vernichten. Und seine Familie dazu. Am liebsten würden wir alles hinwerfen und Deutschland verlassen", klagte Winkels. Ihm zufolge leide die 87-jährige Mutter des Bischofs enorm unter der derzeitigen Situation. Man stehe aber nach wie vor hinter Tebartz-van Elst, meinte sein Schwager.

Vorläufige Suspendierung durch den Vatikan
Der Vatikan selbst reagierte mit der vorläufigen Suspendierung des 53-Jährigen. Noch ist unklar, ob Tebartz-van Elst je wieder sein Amt im Bistum Limburg bekleiden dürfen wird, doch eine endgültige Abbestellung des Geistlichen wurde durch Papst Franziskus am Mittwoch nicht verlautbart.

Bischof seit Wochen unter Beschuss
Der Bischof ist seit Wochen wegen der Baukosten in Höhe von mindestens 31 Millionen Euro für seinen Bischofssitz sowie eines beantragten Strafbefehls wegen Falschaussage der Kritik ausgesetzt. Der Fall beschäftigt nicht nur den Heiligen Stuhl, auch die deutsche Justiz ermittelt gegen Tebartz-van Elst. Die Hamburger Staatsanwaltschaft stellte Strafantrag gegen den Geistlichen, weil er unter Eid zu einem teuren Flug nach Indien falsch ausgesagt haben soll.

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