Weniger Geld übrig

Sparquote in Österreich auf Rekordtief

Wirtschaft
22.10.2013 15:22
Den Österreichern ist in der jüngsten Vergangenheit immer weniger zum Sparen übrig geblieben. Die Sparquote fiel in den letzten vier Quartalen auf ein Rekordtief von 5,2 Prozent. Das liegt deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von rund zehn Prozent. Grund dafür sind einerseits geringere real verfügbare Nettoeinkommen, andererseits anteilsmäßig gleichbleibende Investitionen in Anlagen, Immobilien oder Wertsachen sowie gestiegene Konsumausgaben.

Für Nationalbank-Direktor Andreas Ittner ist der Rückgang der Sparquote kein Grund zur Traurigkeit: "Das wird von uns begrüßt. Wir haben kein Angstsparen, das unterstützt die Konjunktur", sagte Ittner am Dienstag bei einem Pressegespräch. Ziel der derzeitigen Niedrigzinspolitik in der Euro-Zone sei ja nicht, das Sparen zu fördern, sondern Investitionen in die nur langsam wachsende Realwirtschaft zu unterstützen, betonte Ittner. Durchschnittlich erhielten die Sparer im August für täglich fällige Einlagen nur mehr 0,4 Prozent Zinsen.

Die real verfügbaren Einkommen der österreichischen Haushalte sind laut Nationalbank zum Halbjahr 2013 auf Jahressicht um 1,3 Prozent zurückgegangen, das reale Wachstum der Konsumausgaben sackte auf die Nulllinie ab.

Seit Ausbruch der Finanzkrise fällt die Sparquote
Bereits seit 2008, dem Ausbruch der Finanzkrise, ist die Sparquote von über zwölf Prozent kontinuierlich auf derzeit 5,2 Prozent zurückgefallen, das ist ähnlich viel wie im Durchschnitt des Euro-Raums. Für das Gesamtjahr erwartet die Nationalbank wieder das Vorjahresniveau von 7,4 Prozent.

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