Gleicher Weg - unterschiedliche Kosten! Günther Trappmair, Marketing-Mitarbeiter bei der Sparkasse, pendelt täglich mit seinem Alfa Romeo 147 von Thalheim bei Wels nach Linz. Die 15.840 Kilometer, die der 44-Jährige an 220 Arbeitstagen zurücklegt, kosten ihn 5861 Euro. Satte 0,37 Euro pro Kilometer ist dem überzeugten Autofahrer die Flexibilität, die er für seinen Beruf braucht, wert - in die tatsächliche Kilometerberechnung des ÖAMTC fließen der Autopreis, Kosten für Versicherung, Sprit, Wartung, Steuern und natürlich der Wertverlust.
Renate Leitinger hingegen fährt seit zwölf Jahren mit der ÖBB von Wels nach Linz, wo sie in der Landesabteilung für Umwelt- und Anlagentechnik arbeitet. Für die 46-Jährige fallen an jährlichen Fahrtkosten 12 Monatstickets, also 563 Euro, an. Die kurzen Strecken zum Bahnhof und zum Dienstort radelt Leitinger. Und es macht sich bezahlt: Die Zug-Pendlerin spart 90 Prozent der Kosten, die dem Auto-Pendler anfallen.
Pendeln mit Öffis muss praktisch sein
„Der individuelle Komfort und die Unabhängigkeit ist den Pendlern sehr viel Geld wert“, bestätigt Christine Zach von der ÖAMTC-Akademie. Pendeln mit öffentlichen Verkehrsmitteln muss praktisch sein, sonst steigen die Autofahrer nicht um. Dazu kommt eine Informations-Hemmschwelle, die überwunden werden muss.
Nur elf Prozent der Pendler fahren mit Öffis zur Arbeit, doch eine Pkw-Pendlerbefragung der oberösterreichischen Arbeiterkammer ergab, dass sich 62 Prozent das Umsteigen vorstellen können. Aber nur, wenn man ihnen attraktive Verbindungen und Gleitzeitregelungen anbietet…
Foto: Erich Petschenig









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