Zynischer "Scherz"

Zeitung: Assad wollte Friedensnobelpreis für sich

Ausland
14.10.2013 18:46
Der syrische Machthaber Bashar al-Assad hat einem Zeitungsbericht zufolge den diesjährigen Friedensnobelpreis für sich reklamiert. Am Freitag war die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) mit dem Preis ausgezeichnet worden. "Der hätte meiner sein sollen", kommentierte Assad laut der libanesischen Zeitung "Al Akhbar" die Entscheidung des norwegischen Nobelpreiskomitees.

Assad begründete seine laut dem am Montag veröffentlichten Artikel "scherzhaft" geäußerte Forderungen damit, dass er schon 2003 verlangt habe, alle Staaten der Region sollten ihre Massenvernichtungswaffen abgeben.

In Syrien begann nach der brutalen Niederschlagung von Anti-Assad-Protesten im März 2011 ein blutiger Bürgerkrieg. Bei den Kämpfen sind nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen bisher mehr als 115.000 Menschen getötet worden. Am 21. August wurden bei einem Giftgasangriff in der Nähe der Hauptstadt Damaskus nach US-Angaben mehr als 1.400 Menschen getötet.

Angesichts eines drohenden US-Militärschlages stimmte Assad zu, seine Chemiewaffen unter internationale Kontrolle zu stellen und vernichten zu lassen. Erste Mitarbeiter der OPCW haben in Syrien bereits mit den Arbeiten zur Umsetzung einer entsprechenden UNO-Resolution begonnen.

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