Preise für Prognosen

Wirtschaftsnobelpreis geht an drei US-Forscher

Wirtschaft
14.10.2013 13:16
Der Wirtschaftsnobelpreis geht auch heuer wieder an Forscher aus den USA. Die Ökonomen Eugene Fama, Lars Peter Hansen und Robert Shiller erhalten die Auszeichnung für ihre Forschungen zur Preisentwicklung von Aktien, Anleihen und Immobilien. Das hat die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Montag in Stockholm mitgeteilt.

Der Wirtschaftsnobelpreis gehört nicht zu den klassischen Nobelpreisen. Er wurde erst 1968 von der Schwedischen Notenbank zur Erinnerung an Alfred Nobel gestiftet und ein Jahr später erstmals vergeben. Ursprünglich hatte der schwedische Forscher und Großindustrielle Alfred Nobel (1833 - 1896) lediglich Preise in den Bereichen Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Frieden vorgesehen.

Der auch wegen der nachträglichen Stiftung umstrittene Wirtschaftspreis wird von der Nobel-Stiftung offiziell nicht als Nobelpreis eingestuft, sondern stets als "Preis der Reichsbank Schwedens für die ökonomische Wissenschaft zum Andenken an Alfred Nobel" von den traditionellen Nobelpreisen abgesetzt.

Erst ein Österreicher als Preisträger
Vergangenes Jahr wurden die beiden US-Forscher Alvin Roth und Lloyd Shapley für ihre Arbeiten zur optimalen Abstimmung von Angebot und Nachfrage ausgezeichnet. Aus Österreich war bisher nur ein Preisträger dabei: 1974 wurde Friedrich August von Hayek (1899-1992), einer der wichtigsten Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie, gemeinsam mit dem schwedischen Forscher Gunnar Myrdal (1898-1987) der Wirtschaftsnobelpreis verliehen.

In den vergangenen Jahren zählte immer wieder der Vorarlberger Ökonom Ernst Fehr zum erweiterten Favoritenkreis. Fehr forscht in Zürich über die Rolle von Gerechtigkeit in Märkten und bei individuellen Entscheidungen. Er hat das Konzept des rein auf Nutzenmaximierung ausgerichteten "homo oeconomicus" revidiert, indem er nachgewiesen hat, dass Menschen nicht nur aus egoistischen Motiven handeln, sondern auch auf Fairness und soziale Gesichtspunkte bedacht sind.

Auszeichnung ging bislang fast nur an Männer
Der Wirtschaftsnobelpreis ging bisher fast ausschließlich an Männer. Einzige Ausnahme war 2009 die voriges Jahr verstorbene US-Forscherin Elinor Ostrom. Im Schnitt sind die Ausgezeichneten 67 Jahre alt, teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften mit.

Die mit acht Millionen Kronen (umgerechnet rund 920.000 Euro) dotierten Nobelpreise werden am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel (1833-1896), überreicht.

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