Bei ihrer Erdpassage flog "Juno" um 21:21 Uhr MESZ über dem südlichen Afrika an der Erde vorbei, wodurch sich die Geschwindigkeit der Sonde, die den Jupiter Anfang Juli 2016 erreichen soll, durch eine Art "Schleudereffekt" von 125.500 auf 140.000 Kilometer pro Stunde erhöht hat.
Kurz danach habe der Computer technische Probleme registriert und in den "Safe-Modus" geschaltet. Nun warte die Sonde auf Befehle von der Bodenstation des Jet Propulsion Laboratory der NASA, berichtet die Website Space.com. Im abgesicherten Modus kann das Flugkontrollzentrum mit der Sonde kommunizieren, ihre Aktivitäten sind aber begrenzt.
"Auf geplantem Weg zum Jupiter"
Was zum Abschalten des Bordcomputers geführt hat ist noch unklar, "Juno" befinde sich aber auf dem geplanten Weg zum Jupiter, sagte Projektmanager Rick Nybacken. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Sonde nach einer 2,74 Milliarden Kilometer langen Reise in drei Jahren wie geplant den Jupiter erreichen wird.
"Juno" soll nach seiner Ankunft in eine stark elliptische Umlaufbahn, die über die Pole führt, einschwenken und die Wolkendecke sowie das Innere des riesigen Planeten erforschen. 33 Mal - ein Jahr lang - wird die Sonde den Gasriesen umkreisen und sich dabei seinen äußersten Wolken auf bis zu 5.000 Kilometer nähern. Die NASA erhofft sich von der 1,1 Milliarden Dollar (rund 770 Millionen Euro) teuren Mission neue Erkenntnisse über die Entstehung des Sonnensystems.













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