Entdeckt wurden die ersten versteinerten Skelettteile in der Gemeinde Groß Pampau, die als größte Fundstätte fossiler Meeressäuger in Deutschland gilt, von einem Hamburger Architekten (Bildmitte), der mit geübtem Auge einen großen, gut erhaltenen Wirbelkörper zutage förderte.
Das am Wochenende entdeckte, rund 15 Meter lange Walskelett ist bereits das zehnte, das seit 1984 in Groß Pampau gefunden wurde. Die 150-Seelen-Gemeinde führt daher als Verbeugung vor den urzeitlichen Meeressäugern seit drei Jahren einen silbernen Bartenwal im Wappen.
Forscher vermuten in Grube noch mehr Wale
Der Kurator für fossile Säugetiere des Berliner Museums für Naturkunde, Oliver Hampe, vermutet in der Kiesgrube noch mehr Wale, als Groß Pampau Einwohner hat. "Unter der Tonschicht, in die die Tiere nach ihrem Tod eingesunken sind, liegt ein Salzstock. Der drückt die darüber liegenden Bodenschichten langsam aber sicher nach oben. Durch den Kiesabbau liegen ihre Überreste jetzt nah an der Erdoberfläche", erläuterte er.
Von dem fossilen Walskelett sind bislang zwölf versteinerte Wirbel mit Rippenansätzen zu sehen. Voraussichtlich rund drei Monate werde es dauern, bis die Überreste des Tieres komplett freigelegt und geborgen sind. Erst dann könne man genau feststellen, um welche Art es sich handelt, sagte Hampe.













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