0:0 in Wr. Neustadt

Rapid: Fünf Neue, aber der Effekt war gleich null

Sport
07.10.2013 09:02
Rapid-Trainer Zoran Barisic rotierte kräftig, brachte am Sonntag gegen Wiener Neustadt gleich fünf Neue in die Startformation. Gebracht hat es nichts. Die Hütteldorfer mussten sich beim Abstiegskandidaten mit einem 0:0 begnügen. "Ein Tag, wie ihn 24 Stunden davor Bayern und Dortmund erlebten", erklärte Barisic.

Der Einzige, der einen Dress in der Rapid-Farbe Grün trug, war Wiener Neustadts Torhüter Vollnhofer, der das 0:0 festhielt. Warum Rapid bei den blau-weißen Dressen des Gegners sich nicht in Grün präsentierte, sondern erstmals diese Saison in den Gründerfarben Rot-Blau, blieb unerklärlich, aber nicht der einzige "New Look".

Trimmel auf der Bank
Barisic zockte, wartete mit fünf Neuen in der Startformation gegenüber dem 2:2 gegen Kiew auf. Selbst Trimmel, Kapitän und umjubelter Ausgleichsschütze, blieb von der Rotation nicht verschont. Wie Sonnleitner, Petsos und Palla. Burgstaller fiel durch seinen Bänderriss im Knöchel aus. Hinein kamen Rechtsverteidiger Pavelic, der sein anfangs nervöses Bundesligadebüt feierte, Pichler, Schrammel, Grozurek und doch Kapitän Hofmann. Der Plan lag auf der Hand: eine frische Mannschaft, die Neustadt unter Druck setzen sollte.

Mit der Umstellung versuchte Rapid auch taktisch etwas Neues. Mit nur einem zentralen defensiven Mittelfeldspieler (Behrendt) vor der Abwehr. Aber das 4-1-4-1 funktionierte nicht so richtig. Zu kompliziert, zu viel in die Mitte. Der erste Schuss, der auf das Tor der Hausherren ging, erst nach 37 Minuten, die erste klare Chance eine Minute später. Zur zweiten Hälfte kam Rapid dann wieder ohne Hofmann: Schlag auf den rechten Knöchel, Schmerzen, Petsos ersetzte ihn. Nach 63 Minuten brachte Barisic auch wieder Trimmel, um für mehr Druck zu sorgen. Aber nicht als Verteidiger, sondern ins offensive Mittelfeld. Boskovic kam dann erst in der 87. Minute.

Aber es kam zu keinem zweiten Happy-End innerhalb von vier Tagen. Trotz 21 Schüssen (nur sechs gingen auf das Tor), 60 Prozent Ballbesitz, 59 Prozent gewonnener Zweikämpfe. Rapid vermochte in der Rapid-Viertelstunde nicht mehr viel zuzusetzen. Auch wenn bei einem Schaub-Schuss in der 88. Minute nur wenig fehlte.

Barisic: "Manchmal will der Ball nicht ins Tor"
So rettete Wiener Neustadt sein erstes torloses Remis in dieser Saison, für Rapid war es das zweite. Zwei Punkte liegen gelassen, wie Barisic zugab: "Wir kamen nach der Pause zu genug Chancen, weil wir mehr über die Flanken spielten, aber es gibt so Tage, da will der Ball nicht ins Tor. Am Samstag merkten das auch Bayern und Dortmund." Das 0:0 reichte nicht, um Grödig zu überholen oder an den Zweiten Ried heranzukommen. Rapid blieb Vierter, neun Punkte hinter Salzburg – als bestplatzierter Wiener Klub. Kein Ruhmesblatt.

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(Bild: KMM)



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