Den aktuellen Problemen - auf Baustellen im WM-Gastgeberland war es in der Vergangenheit zu zahlreichen Todesfällen gekommen - will Blatter mit einem Höflichkeitsbesuch beim Emir in Katar begegnen. "Es tut uns sehr leid, was passiert ist. In jedem Land kann es geschehen, dass es Todesfälle auf den Baustellen gibt. Wer ist verantwortlich? Die Verantwortung der Arbeitsrechte in Katar ist eine Verantwortung der Unternehmen. Eine Intervention kann nur durch Katar erfolgen", sagte Blatter in Zürich.
"Nicht die Kontrollaufgabe der FIFA"
"Es darf uns nicht gleichgültig sein, aber es ist nicht die Kontrollaufgabe der FIFA", ergänzte Blatter. Damit nimmt sich die FIFA wie schon bei den Problemen bei der WM 2010 in Südafrika oder jüngst beim Confederations Cup in Brasilien aus der Verantwortung.
Keine Festlegung auf eine Winter-WM
Verantwortlich fühlt sich die FIFA lediglich für die Terminfrage - und die soll entgegen des ursprünglichen Wunsches von Blatter nach einer sofortigen Festlegung auf eine Winter-WM gut überdacht werden. "Wir werden ein Konsultierungsverfahren mit allen Beteiligten in die Wege leiten. Das wird nach der WM 2014 abgeschlossen sein. Dann können wir mit Gewissheit sagen, welches der geeignete Zeitpunkt ist", ergänzte Blatter.
Eine endgültige Entscheidung könne Ende 2014 oder Anfang 2015 fallen. Bis dahin sollen Spieler, Vereine, Ligen, Verbände, Sponsoren und Medien bei dem Entscheidungsprozess gehört werden. Eine Sommer-WM hält Blatter nach wie vor für "keine gute Idee, weil es im Juni/Juli sehr heiß ist". Laut Statuten sei eine Verlegung möglich. Der Termin im Sommer sei eine "Kann- und keine Muss-Formulierung", sagte Blatter. Man werde nun sorgfältig und diplomatisch vorgehen.








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