Mo, 20. August 2018

Wilderer-Drama in NÖ

27.09.2013 17:00

Anwalt: "Entschädigung für Witwen und Kinder"

Auf einen Schlag hat Alois Huber das Leben von vier Familien für immer zerstört. Die Hinterbliebenen stehen nach den schrecklichen Ereignissen bei Annaberg in Niederösterreich vor großen finanziellen Problemen. Diese will ihr Anwalt Nikolaus Rast aber mit der Verlassenschaft des Vierfachmörders lösen.

"Krone": Herr Rast, Sie vertreten drei der vier Opferfamilien. Darf man fragen: Wie geht es den Angehörigen so kurz nach den Ereignissen?
Nikolaus Rast: Wie sich wahrscheinlich jeder von uns vorstellen kann, sind die Hinterbliebenen noch immer geschockt und fix und fertig.

"Krone": Es wurde auch Kritik geübt an den Einsatzkräften – wie sehen das die Familien der Mordopfer?
Rast: Es gibt keine Vorwürfe. Wir sind alle der Meinung, dass die Polizei keine Fehler gemacht hat. Was diesbezüglich von bestimmten Medien veröffentlicht wurde, vor allem noch bevor die Opfer begraben werden konnten, war einfach nur pietätlos und eine absolute Frechheit.

"Krone": Wie geht es jetzt für die Angehörigen weiter?
Rast: Das Wichtigste ist, dass die Witwen und Kinder finanziell abgesichert werden. Wobei ich im Namen der Familien betone, dass es nicht darum geht, sich an den Ereignissen zu bereichern. Ich werde im Zuge des Verlassenschaftsverfahrens Ansprüche auf Witwen-Rente und Kindesunterhalt erheben. Auch auf das Trauerbezogene Schmerzensgeld haben die Familien selbstverständlich ein Recht.

"Krone": Weiß man jetzt schon, um welche Summe es dabei gehen könnte?
Rast: Nein, das ganze Prozedere kommt erst jetzt, nach den Trauerfeiern, so richtig ins Rollen. Das wird sicherlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

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