Tradition mit wochenlanger Vorarbeit: Im Lungau stehen überall meterhohe Holzrahmen für die Osterfeuer bereit. In Mauterndorf baut die Landjugend immer ein Abbild der Burg auf. Auch die am Anfang der Woche umgeworfenen Osterfeuer stehen wieder.
Es ist ein gigantischer Anblick, wenn hölzerne Riesengebilde bereit sind für das traditionelle Abbrennen in der Osternacht. Im ganzen Lungau waren wieder Brauchtumsgruppen und Vereine aktiv. Überall sind meterhohe Gebilde aus Holz fertig gebaut.
Jede Gemeinde pflegt ihre Besonderheiten. Die Landjugend von Mauterndorf-Tweng baut immer eine spezielle Form auf, die an die Burg erinnert. „Es steckt viel Arbeit dahinter“, erzählt Sabrina Rottensteiner, dass die Burschen schon seit Wochen immer am Samstag und Sonntag Holz schneiden, einpassen und dann die Türme Meter für Meter wachsen lassen. Die Damen schmücken immer das krönende Kreuz und übernehmen eine Osteraktion im Seniorenheim.
Das Osterfeuer ragt mehr als acht Meter in die Höhe. Bewacht wird es immer in der Nacht vor dem Ostersamstag. Nur dann könnte es der Tradition nach mutwillig abgebrannt werden.
Nach Vandalenakten stehen Osterfeuer wieder
“Die Feuer stehen für ganz viel Miteinander“, so die Landjugend-Leiterin Rottensteiner. Schockiert waren alle Osterfeuer-Bauer, als bereits Anfang der Woche unbekannte Vandalen das Werk von Gruppen in St. Michael und Tamsweg umwarfen.
Zerstörte Feuer stehen rechtzeitig wieder
„Wer ein Osterfeuer zerstört, zerstört mehr als nur einen Holzstapel. Es wird die Tradition mit Füßen getreten und ein Zeichen des Miteinanders missachtet“, so der Aufschrei der Brauchtumsgruppe Höf aus St. Michael in den Sozialen Medien. Mittlerweile steht das hölzerne Symbol wieder. Aus der Zeitnot heraus waren die Erbauer auf einen Kran angewiesen. Auch die Landjugend Tamsweg, ebenso Opfer eines Vandalenaktes, hat ihr Feuer wieder aufgebaut.
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