Sensation im Heiligen Land! Austro-Ritter Tristram von Teuffenbach verzierte im Jahr 1436 den Abendmahlssaal mit seinem Familienwappen – heimische Forscher entdeckten nun diesen „Frevel“ ...
„Deus vult“ – also „Gott will es“ – war anscheinend nicht nur der Leitspruch der Kreuzfahrer, sondern auch des heimischen Ritters Tristram von Teuffenbach. Seine bislang unbekannte Inschrift im berühmtesten Speisesaal der Welt sorgt nämlich jetzt für großes Aufsehen: Im Abendmahlssaal von Jerusalem – dem Ort, an dem Jesus nach christlicher Überlieferung sein letztes Mahl mit den Jüngern einnahm – haben Forscher der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) mehrere mittelalterliche Graffitis entdeckt. Darunter eben das Familienwappen des steirischen Adeligen.
Pilgerreise im Jahr 1436
Der Ritter aus dem Murtal (die Burg liegt bei Murau) begleitete im Jahr 1436 immerhin den jungen Erzherzog Friedrich von Habsburg, den späteren Kaiser Friedrich III., auf einer Pilgerreise ins Heilige Land. Mit ihm verewigte sich offenbar auch Tristram im Mauerwerk des Saals – mit einer Inschrift, die jahrhundertelang verborgen blieb.
Möglich wurde die Entdeckung nun durch moderne Bildgebungsverfahren, mit denen die Forschenden zahlreiche weitere Inschriften aufspüren konnten – von armenischen Königen bis zu syrischen Christinnen: „Diese Graffitis werfen ein neues Licht auf die internationale Pilgerbewegung nach Jerusalem im Mittelalter“, jubelt Projektleiter Ilya Berkovich.
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