Kinigadner-Steilhang. Sigi-Bauer-Abfahrt. Motocross-Legenden wurden in Sittendorf verewigt, sogar die WM machte hier einst Station. Am Sonntag (ab 13 Uhr) wird auf der Traditionsstrecke die Staatsmeisterschaft eröffnet. Und ein Ex-Meister rückte dafür mit dem Traktor an.
Nach Verletzungen zog Roland Edelbacher schon vor Jahren einen Schlussstrich unter seine Motocross-Karriere. Doch seine Heimatstrecke in Sittendorf lässt den gelernten Tischler und Berufsförster nicht los. So griff er der Freiwilligen Feuerwehr, die den Meisterschafts-Auftakt veranstaltet, unter die Arme. Mit schwerem Gerät.
Roland organisierte einen Fendt-Traktor, um die Strecke zu präparieren. „Für die Fahrer ist es einfach leiwander, wenn es ein anderer Fahrer macht“, weiß Edelbacher, worauf es ankommt. „Der Boden ist jetzt aufgelockerter, bietet mehr Grip. Unser Dank gilt dem ACA Center NÖ Süd, die den Traktor zur Verfügung gestellt haben.“ Ob er nach einem dreiviertel Tag auf dem Traktor nicht doch Lust auf ein Comeback auf dem Motorrad bekommen hat? „Eigentlich schon. Aber es wäre ein harter Weg zurück.“
„Vize“ Dieminger jagt den Titel
So überlässt Edelbacher lieber den aktuellen Spitzenpiloten das Feld – wie Florian Dieminger. Als Vizemeister gibt´s für ihn eigentlich nur ein Ziel: den Titel. „Stimmt“, nickt der GasGas-Pilot, „aber es sind heuer noch ein paar starke Fahrer dazugekommen.“ Die Strecke in Sittendorf liegt dem Seitenstettner jedenfalls: „Hier ging es mir immer gut, letztes Jahr war ich Zweiter.“ Und auch Roland Edelbacher hat mit seinem Traktor-Einsatz Anteil daran, dass es ihm taugt: „Zum Glück macht Roli das, weil er macht das gut.“
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