02.11.2005 12:21 |

Optische Täuschung

Sexualhormone werden von Make-up geschlagen

Eines ist schon lange kein Geheimnis mehr: Frauen mit einer großen Menge an Sexualhormonen wirken einfach femininer, attraktiver und gesünder. Eine aktuelle Studie bringt aber neue Überraschungen ans Licht. Trägt demnach eine Frau Make-up auf, hat der Hormonspiegel keinen Einfluss mehr auf ihre Attraktivität. Folglich ergibt sich: Gut geschminkte Frauen "wirken" - im wahrsten Sinne des Wortes - sexy!

Die Forscher der Universität in St. Andrew fotografierten die Gesichter von 56 jungen Frauen und bestimmten die Werte ihrer Sexualhormone Progesteron und Östrogen. Danach bekamen 15 Frauen und 14 Männer die Aufgabe, Attraktivität, Gesundheit und Femininität auf den Fotos zu bewerten. Das Ergebnis zeigte, dass die Frauen mit hohem Östrogenspiegel die besten Bewertungen bekamen.

Make-up spielt sexuelle Attraktivität vor
Frauen, die auf den Fotos geschminkt waren, wurden ebenfalls hoch gewertet - unabhängig von ihrem Hormonspiegel. Das Erscheinungsbild der Haut dürfte sich demnach stark auf die Einschätzung der Betrachter auswirken, erklärten die Wissenschafter.

In einem weiterführenden Test setzten die Forscher aus den Bildern der zehn Frauen mit den höchsten Hormonspiegeln und den zehn mit den niedrigsten Werten jeweils ein Foto zusammen, das eine Art Mittelwert dieser Gesichter bildete. Auch hier zeigte sich: Die aus den Frauengesichtern mit den hohen Hormonspiegeln zusammengesetzten Bilder wirkten auf die Probanden deutlich attraktiver als die Originale.

Hormonspiegel im Gesicht ablesbar
Das Ergebnis erklärten sich die Wissenschafter dadurch, dass der Mensch in seiner Evolution gelernt habe, schon mit einem Blick ins Gesicht auf den hormonellen Zustand einer Frau und damit auf ihre Zeugungsfähigkeit zu schließen. Kurz auf den Punkt gebracht: Ein wenig Schminke macht auch aus hässlichen Entchen stolze Schwäne.

Freitag, 14. Mai 2021
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