01.08.2013 18:44 |

Riesiger Feuerball

Syrien: Schwere Explosion in Homs - Dutzende Tote

Bei der gewaltigen Explosion eines Munitionslagers regierungstreuer Milizen in der syrischen Stadt Homs sind am Donnerstag mindestens 40 Menschen getötet und rund 120 weitere Personen verletzt worden. Das teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London mit. Das Depot in dem von Regierungstruppen gehaltenen Bezirk Wadi al-Sahab sei demnach zuvor von Rebellen mit Raketen beschossen worden. Nach der Detonation ragte ein Feuerball Hunderte Meter in den Himmel.

In dem Bezirk leben vor allem Alawiten, Angehörige der Religionsgruppe von Staatschef Bashar al-Assad. Sunnitische Rebellen greifen immer wieder alawitische Gebiete und vor allem Armeestellungen mit Bomben und Granaten an. Zuletzt hatten jedoch die Truppen von Assad in Homs Terraingewinne verzeichnet. Die Aufständischen halten sich praktisch nur mehr in der historischen Altstadt. Das strategisch wichtige Homs ermöglicht die Kontrolle über die Verbindungsroute zwischen der Hauptstadt Damaskus und der Küste.

Assad siegessicher
Assad gibt sich indes weiter unnachgiebig. Er sei sich sicher, dass seine Truppen gegen die Aufständischen im Land siegen würden, sagte der Machthaber laut der amtlichen Nachrichtenagentur SANA am Donnerstag anlässlich des 68-jährigen Gründungsjubiläums der syrischen Armee. "Wenn wir uns in Syrien des Siegs nicht sicher wären, hätten wir nicht den Willen zum Widerstand gehabt und wären nicht in der Lage gewesen, der Aggression mehr als zwei Jahre lang zu trotzen", so Assad.

Den Regierungstruppen sprach er sein "großes Vertrauen" aus und rief sie zur "Erfüllung der nationalen Mission" auf. Die syrischen Soldaten hätten bisher "außerordentlichen Mut im Kampf gegen den Terrorismus bewiesen" und "die Welt durch den Widerstand beeindruckt". Die Führung in Damaskus bezeichnet die gegen Assad kämpfenden und von zahlreichen westlichen Staaten unterstützten Aufständischen immer wieder als Terroristen.

Bisher über 100.000 Tote
Der Konflikt in Syrien hatte im März 2011 mit Protesten gegen Assad begonnen und weitete sich zu einem blutigen Bürgerkrieg aus. Assads Armee bekämpft die eher spärlich bewaffneten Rebellen aus der Luft und mit schwerem Gerät am Boden. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden bisher mehr als 100.000 Menschen getötet.

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