29.07.2013 08:04 |

Fund in Mexiko-Stadt

Forscher entdecken in Tempelanlage Menschenopfer

In Mexiko-Stadt haben Forscher am Fuße des Templo Mayor ein Menschenopfer entdeckt. Der abgeschlagene Schädel sei in ein Gefäß gebettet gewesen, teilte das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH) mit. Die Überreste sind Schätzungen zufolge 500 Jahre alt.

Bei dem Opfer handle es sich vermutlich um einen jungen Kriegsgefangenen, der zu Ehren der Götter geköpft worden sei, sagte der Archäologe Salvador Guilliem. In den kommenden Wochen will man mit weiteren Ausgrabungen klären, ob es sich um eine einzelne Opfergabe oder um einen Teil eines größeren Arrangements handelt.

Der Templo Mayor war der wichtigste Tempel der aztekischen Hauptstadt Tenochtitlán. Er wurde in mehreren Etappen bis zu seiner Zerstörung durch die Spanier im Jahr 1521 immer weiter ausgebaut und war das religiöse, politische und wirtschaftliche Zentrum des Reiches.

Die für ihre Kriegslust und Gottesfurcht bekannten Azteken gelten als Erfinder der Schokolade. Ihre Hochkultur fand mit der gewaltsamen Invasion der Spanier ein abruptes Ende. Ihre Hauptstadt errichteten die Azteken einst an der Stelle, an der sich die heutige Hauptstadt Mexikos befindet. Die wenigen verbliebenen Überreste im Zentrum von Mexiko-Stadt gehören seit 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

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