Fahrverbot verhängt
Spanien: Lokführer räumt vor Gericht Unvorsichtigkeit ein
Die Einleitung des Ermittlungsverfahrens wegen fahrlässiger Tötung hatte Innenminister Jorge Fernandez Diaz bereits am Samstag verkündet. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Lokführer am Mittwochabend wenige Kilometer vor der Einfahrt in den Bahnhof des Pilgerortes Santiago im Nordwesten des Landes in einer Tempo-80-Zone mit 190 Kilometern pro Stunde in eine Kurve gerast.
52-Jähriger darf vorerst keine Züge mehr fahren
Richter Luis Alaez habe nun entschieden, dass sich Garzon einmal pro Woche beim Gericht melden müsse, hieß es in Medienberichten. Dem Beschuldigten sei der Reisepass abgenommen worden. Zudem dürfe er bis auf Weiteres keine Züge mehr fahren.
Der Lokführer war bereits am Donnerstag im Krankenhaus festgenommen worden. Am Freitag verweigerte er noch die Aussage. Auch das Angebot psychologischer Betreuung soll er zurückgewiesen haben. Einem Bericht der Zeitung "El Mundo" zufolge soll er kurz nach dem Unglück gesagt haben: "Ich habe es vermasselt, ich möchte sterben." Spekulationen, dass Garzon zum Zeitpunkt des Unglücks mit seinem Handy telefoniert habe, hätten die Ermittler jedoch zurückgewiesen.
Opferzahl steigt weiter: US-Amerikanerin gestorben
Die Zahl der Todesopfer stieg unterdessen auf 79. Eine US-Amerikanerin konnte von den Ärzten nicht mehr gerettet werden. Die Behörden befürchten, dass weitere Verletzte das Unglück nicht überleben könnten. Derzeit werden etwa 70 Menschen in Krankenhäusern behandelt, 21 von ihnen sollen in kritischem Zustand sein.












Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.