18.07.2013 13:12 |

These aus den USA

Gold im Universum ist das Resultat von Sternkollisionen

Alles Gold im Universum stammt möglicherweise aus katastrophalen Sternkollisionen. Das schließen Forscher des Harvard-Smithsonian-Zentrums für Astrophysik in Cambridge (Massachusetts) aus der Analyse eines energiereichen sogenannten Gammastrahlen-Blitzes.

Der untersuchte Blitz mit dem Katalognamen GRB 1306038 stammt demnach vom Zusammenstoß (das Bild zeigt eine künstlerische Illustration) und der Verschmelzung zweier Sternleichen, sogenannter Neutronensterne. "Wir schätzen, dass zwei verschmelzende Neutronensterne Gold im Umfang von bis zu zehn Mondmassen produzieren und ausschütten können", erläuterte der Hauptautor der Analyse, Edo Berger, in einer Mitteilung des Zentrums.

Viele schwere chemische Elemente wie etwa Gold oder Platin entstehen durch das nukleare Brennen in Sternen. Im Inneren unserer Sonne etwa fusioniert ständig Wasserstoff zu Helium und setzt dabei Energie frei. Massereichere Sterne als die Sonne schmieden danach aus Helium schwerere Elemente. Dieser Prozess funktioniert allerdings nur bis hin zum Eisen, wo die Kette der stellaren Kernfusionen abreißt.

Der Grund: Das Zusammenbacken noch schwererer Atome setzt keine weitere Energie frei, sondern erfordert sogar die Zufuhr von Energie. Da ein Stern diese Energie jedoch dazu benötigt, der eigenen Schwerkraft entgegenzuwirken, kollabiert er mit dem Einsetzen weiterer Fusionsprozesse unter der eigenen Last und explodiert als Supernova. Dabei kann ein kompaktes Objekt, etwa ein Pulsar (ein schnell rotierender Neutronenstern) oder ein Schwarzes Loch, entstehen.

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