13.07.2013 14:00 |

Cleveland-Entführer

Knapp 1.000 Anklagepunkte gegen Ariel Castro

Nur wenige Tage nachdem der mutmaßliche Frauen-Entführer Ariel Castro (Bildmitte) für prozessfähig erklärt worden war, ist die Anklageliste gegen den "Mädchenfänger" von Cleveland deutlich ausgeweitet worden. Ihm werden nun nicht weniger als 977 Einzelvergehen zur Last gelegt - darunter die bereits bekannten Punkte Entführung, Vergewaltigung und sexuelle Nötigung. Eine mögliche Forderung nach der Todesstrafe ist noch offen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft umfasst die lange Liste den gesamten Zeitraum von der Entführung seines ersten Opfers im Jahr 2002 bis zur Befreiung aller drei Frauen Anfang Mai dieses Jahres. "Die heutige Anklageschrift bringt uns der Lösung dieses grausamen Falls näher", sagte Staatsanwalt Timothy McGinty.

Die Liste der Anklagepunkt hatte zunächst bloß einen Teil der fraglichen Zeitspanne und deshalb "nur" 329 Einzelvergehen umfasst. Weiter offen blieb am Freitag, ob die Anklageseite Castro wegen der Ermordung eines ungeborenen Kindes zum Tode verurteilen lassen will. Der 52-Jährige soll eines seiner Entführungsopfer während deren Schwangerschaft so brutal misshandelt haben, dass die Frau eine Fehlgeburt erlitt. Der hierfür in Erwägung gezogene Straftatbestand "aggravated murder" (Mord unter erschwerenden Umständen) ermöglicht theoretisch die Verhängung der Todesstrafe.

Castro soll drei zwischen 2002 und 2004 entführte junge Frauen über ein Jahrzehnt in seinem Haus festgehalten und immer wieder misshandelt und vergewaltigt haben. Der Fall kam durch die Flucht einer der Entführten mithilfe eines Nachbarn ans Licht und sorgte weltweit für Schlagzeilen.

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