09.07.2013 18:03 |

CO2-Vergiftung

Trockeneis im Auto: Tiroler Star-Koch Bucher erstickt

Der Tiroler Promi-Koch Gebhard Bucher ist am Samstag tot in seinem Auto auf einem Parkplatz in Wiesbaden in Deutschland entdeckt worden. Laut Ermittlern dürfte Trockeneis, das der Gastronom in seinem Wagen in Kisten verstaut hatte, dem Mann zum Verhängnis geworden sein. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verstarb er durch ausströmendes CO2-Gas, so ein Polizeisprecher.

Unbrennbar, geruchlos, geschmacksneutral, ungiftig, lebensmittelrechtlich zugelassen und auch deklarationsfrei - so beschreiben Hersteller das Produkt Trockeneis durchwegs positiv. "Und doch müssen gewisse Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden", weiß Österreichs Trockeneis-Experte Bernd Stöckl vom renommierten Weltmarktführer Linde.

Was Star-Gastronom Gebhard Bucher, der vor wenigen Tagen in seinem Auto bei Wiesbaden hilflos erstickt ist, nicht beachtet haben dürfte: Trockeneis muss in entsprechenden Isoliertaschen transportiert werden. Für Lüftung muss immer gesorgt sein. Doch Bucher, der sich unter die Top-Ten-Gastronomen in Deutschland hochgekocht hatte, ging mit dem in feste Form gepressten Kohlendioxid offenbar nicht sorgfältig genug um.

Experte: "Im Freien wäre gar nichts passiert"
In der Hitze des Autos ging das Trockeneis direkt in den gasförmigen Zustand über - und konnte nicht ins Freie entströmen. Die hohen Konzentrationen kosteten den gebürtigen Tiroler das Leben. Er wurde von einem Passanten gefunden. "Im Freien wäre gar nichts passiert. Und auch nicht bei einer normalen Lüftung des Autos", bedauert Fachmann Stöckl den tragischen Tod des 58-Jährigen.

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