09.07.2013 13:56 |

"Es tut mir leid"

16-Jähriger verging sich an Mädchen: 20 Monate bedingt

Weil er sich am 25. November 2012 in einem Park in Wien an einem wehrlosen Mädchen vergangen hatte, ist ein zum Tatzeitpunkt 16 Jahre alter Bursche am Dienstag zu 20 Monaten Haft verurteilt worden. Da sich der junge Mann vor Gericht geständig zeigte und bisher unbescholten war, sah der Senat ihm die Strafe zur Gänze auf Bewährung nach. Das Urteil ist rechtskräftig.

Der Lehrling hatte sein späteres Opfer in einer Bar im Bezirk Simmering kennengelernt, wo er gemeinsam mit einem Freund "starke Cocktails" konsumierte. Das Mädchen - eine Bekannte seines Freundes - gesellte sich im Verlauf des Abends zu den beiden Jugendlichen. Als man sich zu dritt in einen nahe gelegenen Park begab, habe die Schülerin "schon etwas gelallt", sagte der heute 17-Jährige vor Gericht.

Wenig später schlief das Mädchen ein. Laut Anklage erklärte der Bursche seinem Freund wörtlich: "Wenn sie so daliegt, kann man was mit ihr machen." Daraufhin machte sich der Freund auf den Weg nach Hause und verließ den Park. Als das Opfer nach einiger Zeit erwachte, lag es auf der Wiese und hatte Schmerzen. Ihm dämmerte, was offenbar vorgefallen war und erstattete Anzeige.

"Ich bekenne mich schuldig"
Der Bursche bestritt zunächst, die Betrunkenheit des Mädchens ausgenutzt und sich an ihr vergangen zu haben. Ein molekulargenetisches Gutachten überführte den Teenager jedoch. "Ich bekenne mich schuldig. Es tut mir leid", gab der 17-Jährige nun verschämt zu Protokoll. Verteidiger Roland Friis versicherte, Ähnliches werde "sicher nie, nie wieder vorfallen". Neben der bedingten Haft wurde dem jungen Mann die Weisung erteilt, sich einer Psychotherapie zu unterziehen.

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