08.07.2013 09:36 |

"Wurde geschlagen"

Demonstranten attackieren Athens Bürgermeister

Athens Bürgermeister Giorgos Kaminis hat am Sonntag den Zorn der griechischen Bevölkerung am eigenen Leib zu spüren bekommen. Wie Kaminis' Büro mitteilte, sei der Stadtchef nach einem Bürgermeister-Treffen in der griechischen Hauptstadt von Beamten, die derzeit gegen Massenentlastungen protestieren, angegriffen worden.

Der Bürgermeister überstand der Vorfall relativ glimpflich und wurde lediglich im Spital durchgecheckt. Am Montag war in internationalen Agenturmeldungen von "keinen schweren Verletzungen" die Rede. Kaminis sei am Rande einer Protestaktion von Angestellten der Stadtverwaltung "geschüttelt und geschlagen" worden, hieß es.

Der brenzlige Vorfall hätte wohl auch schlimmer enden können. In einem Video - laut griechischen Medien zeigt es Kaminis auf der Flucht vor den Demonstranten - sieht man, wie der Bürgermeister wohl gerade noch rechtzeitig mit einem Motorroller in Sicherheit gebracht wird; ein Mann wirft eine Flasche.

"Gefährliche Bahn eingeschlagen"
Die Angestelltengewerkschaft, die gegen Entlassungen im Zuge des strikten Sparkurses der griechischen Regierung zur Bewältigung der Schuldenkrise protestiert, habe sich mit dem Eklat auf eine "gefährliche Bahn" begeben, ließ Kaminis später mitteilen.

Die griechische Regierung hatte am Sonntag versichert, sie stehe kurz vor einer Einigung mit der Gläubiger-Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds über einen Abbau von 4.000 Stellen im Öffentlichen Dienst, 25.000 Menschen sollen zudem den Job wechseln. Eine solche Vereinbarung ist Voraussetzung dafür, dass die Finanzminister der Euro-Staaten der Auszahlung weiterer Kredite aus dem internationalen Hilfspaket für Griechenland zustimmen.

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