02.07.2013 16:51 |

"Wie im Kriegsgebiet"

USA: Brände wüten weiter - Trauerfeier für Feuerwehrleute

Bei knochentrockener Hitze hat das riesige Buschfeuer im US-Bundesstaat Arizona am Dienstag weitergewütet. Rund 400 Einsatzkräfte versuchten, die bis zu sechs Meter hohen Flammen unter Kontrolle zu bringen. Nach Behördenangaben brannte rund 130 Kilometer nordwestlich der Metropole Phoenix eine Fläche von etwa 34 Quadratkilometern. Die Zahl der Todesopfer blieb unverändert bei 19 - ihnen wurde am Montagabend bei einer emotionalen Trauerfeier gedacht.

Da Temperaturen um die 40 Grad Celsius und starker Wind das Feuer erneut anfachen könnten, ist die Lage nach Einschätzung von Experten weiterhin gefährlich. Drohende Blitzeinschläge bei möglichen Gewittern gelten als zusätzliches Risiko.

Propantanks und Autos explodieren: "Es ist ein Kriegsgebiet"
"Es ist ein Kriegsgebiet", sagte ein Anrainer der Zeitung "Arizona Republic". Immer wieder seien Propantanks und Autos explodiert und hätten hohe Flammen geschlagen. Bewohner hätten ihre Häuser verlassen müssen und versucht, Pferde, Hühner und andere Tiere vor dem Inferno zu retten.

Trauerfeier für Feuerwehrleute - Suche nach Unglücksursache
Auch am Dienstag suchten Ermittler weiter nach Gründen, weshalb 19 Einsatzkräfte eines Elite-Löschtrupps den Feuer zum Opfer fielen (siehe Infobox). Die Brandbekämpfer waren am Sonntag von Flammen nahe der Stadt Yarnell eingekesselt worden und ums Leben gekommen - obwohl sie besonders hitzebeständige Feuerschutzanzüge trugen, wie "Arizona Republic" berichtete. Die heiße Luft, das von trockenem Gras und Unterholz gespeiste Feuer und drehende Winde verschärften die Lage.

Hunderte Menschen hatten am Montagabend an einer emotionalen Trauerfeier teilgenommen und der 19 Opfer gedacht. US-Präsident Barack Obama hatte den Hinterbliebenen von seiner Afrika-Reise aus sein Beileid ausgesprochen. Im Internet häuften sich auf Twitter und Facebook die Beileidsbekundungen für die Angehörigen. "Diese tapferen Feuerwehrleute sind das Fundament unserer Gemeinden", schrieb eine Nutzerin auf einer Facebook-Gedenkseite für die Getöteten.

Die Körper der Verstorbenen sollten in Phoenix von Gerichtsmedizinern untersucht werden. Die meisten Opfer seien Medienberichten zufolge zwischen 20 und 30 Jahre alt gewesen. Bei den Getöteten habe es sich um ein "Hotshot"-Team gehandelt, einen Elitetrupp der Feuerwehr, der als erster in einen Brand hineingeht und versucht, einen Schutzstreifen und einen Fluchtweg zu schaffen.

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