Auf der Rodelbahn vom Hohen Sattel zwischen Leutasch und Scharnitz genießt man immer noch ein wenig Bergeinsamkeit. Die Möglichkeit zur Anreise auf das Seefelder Plateau mit der spektakulären Karwendelbahn gibt der Wanderung noch einen zusätzlichen Mehrwert.
Wir fahren in die Leutasch und dort in den Ortsteil Ahrn (nördlich von Weidach). Beim „Ahrnerhof“ ist der „Hohe Sattel“ bereits erstmals angeschrieben, hier geht es jetzt nach Osten bis zum großen Parkplatz rechts nach der Brücke.
Nun folgt man dem Fahrweg, der quasi in Verlängerung der Brücke hinauf leitet. Bei einer Routenteilung heißt es, sich links halten, hier beginnt nun gleich offiziell die „Naturrodelbahn Hoher Sattel“.
Diese leitet überwiegend in angenehmer Steigung durch das Satteltal aufwärts. Wer große Richtungsänderungen erwartet, wird wohl etwas enttäuscht sein, denn Kurven beinhaltet die Strecke nur wenige. Sie schlängelt sich mehr oder weniger und mit vielen geraden Abschnitten nach oben. Erst in knapp 1400 Metern kommt eine – die einzige – Links-rechts-Kombination.
Nach knapp eineinhalb Stunden haben wir den „Hohen Sattel“ (1495 m) unterhalb der Arnplattenspitze erreicht. Er stellt quasi den Übergang von Leutasch nach Scharnitz dar. Einziges Manko hier: Einkehren ist nicht möglich, denn es gibt weder Hütte noch Berggasthaus. Dafür steht auf dem sanften Sattel ausreichend Platz zum Genuss der mitgebrachten Jause bereit.
Vielleicht ist das Fehlen einer Hütte ein Grund, warum hier herauf meist keine Menschenmassen strömen. Östlich unter uns befindet sich der Grenzort Scharnitz.
Die Schneelage war Mitte der Woche gut, Rodelvergnügen für Jung und Alt steht daher nichts im Weg.
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