
Aufreger wie die chaotische Verlegung von Glasfaserkabel oder das Chaos bei der Einführung des Gelben Sackes nutzt die FPÖ Ternitz, um mit einer Karikatur darauf aufmerksam zu machen. Der Bürgermeister ist „not amused“. Die Bevölkerung findet es dennoch lustig.
Der Ternitzer Bürgermeister Christian Samwald ist sauer. Wie bereits vor fünf Jahren tut die FPÖ ihren Unmut gegen die Bürgermeisterpartei in einer Karikatur kund. Darauf zu sehen: Ternitz, wie es im Chaos der neu eingeführten Gelben Säcke versinkt, aufgegrabene Straßen aufgrund der Glasfaserkabelverlegungen und schlafende Mitarbeiter im Rathaus. Vor allem letzteres ärgert Samwald. „Hier werden fleißige Mitarbeiter diskreditiert“, so der Stadtchef. Er habe sich auch nichts anderes erwartet von der FPÖ. „Eine Partei, die es kaum schafft, dass bei den Gemeinderatssitzungen alle Mandatare gemeinsam da sind“.
Gelber Sack und Glasfaserkabel sind „Aufreger Nummer 1“ in Ternitz
FPÖ-Mandatar Martin Kurz zu der Karikatur: „Egal wo ich hinkomme, überall wird über den Gelben Sack und die aufgegrabenen Straßen geschimpft“, erklärt er den Grund für die humorvolle Zeichnung. Und er weiß aus Erfahrung: „Ein Schreiben schaut sich niemand an, aber eine Karikatur bleibt den Leuten im Gedächtnis“.
Bürgermeister verspricht Besserung bei Glasfaserkabelverlegung
Zu dem Hauptkritikpunkt „Glasfaserkabel“ meint Samwald: „Das Problem ist, dass hier nicht nur ein Anbieter gräbt, sondern jeder Anbieter eigenständig“, weiß er um die Sachlage Bescheid. Leider handelt es sich dabei um öffentliche Infrastruktur, wo ihm als Bürgermeister die Handhabe fehle. Aber er verspricht eine bessere Koordinierung fürs heurige Jahr. Und nicht alles sei schlecht in Ternitz. Man habe viel weitergebracht in den letzten Jahren. So gab es beispielsweise den Spatenstich für die Erweiterung des Senecura Pflegezentrums und zahlreiche neue Wohnungen sowie ein Primärversorgungszentrum seien geplant.
Ähnlichkeit mit Peter Spicker? „Personen sind nicht zuordenbar“
Weiteres Detail am Rande – ein altes Mütterchen sieht Vizebürgermeister Peter Spicker verdammt ähnlich. Und warum kommt der Bürgermeister selbst nicht vor? „Er ist noch zu kurz im Amt, um karikiert zu werden“, so Kurz. Und er betont: „Auch alle anderen Personen sind nicht zuordenbar“.
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