Wer haut wen raus? Welche Farbe bringt wohl die meisten Kandidaten ins Ziel? Wer muss sich am Wahlsonntag ärgern?
Um die 11.821 Mandate, die am 26. Jänner bei den Gemeinderatswahlen in 568 Gemeinden des Landes vergeben werden, wird natürlich nicht gewürfelt. Aber die Parallelen zu einem bekannten Brettspiel sind nicht zu übersehen: Es geht darum, möglichst viele Kandidaten einer Farbe ins (Rat-)Haus zu bekommen und damit andere Farben zu verdrängen. Und für alle Beteiligten sollte am Abend des Wahlsonntags das Motto lauten: Mensch, ärgere dich nicht!
Schwarz dominiert – mit Sonderfall
Auf dem „Spielfeld“ zwischen Enns und Leitha dominiert die Farbe Schwarz. Die ÖVP stellt als einzige Partei Kandidaten in allen 568 Gemeinden, in denen gewählt wird. Wobei Zillingdorf ein Sonderfall ist. Dort steht zwar keine ÖVP auf dem Stimmzettel, doch unter das Dach der Bürgerliste Zillingdorf Zuerst, die sich als unabhängig bezeichnet, sind auch schwarze Kandidaten geschlüpft. Die SPÖ tritt in 538 Kommunen an, die FPÖ in 444. Die Grünen kann man in 116 Gemeinden ankreuzen, die Neos in 52. Dazu kommen noch 114 Bürgerlisten, die keiner Partei zuzuordnen sind.
Wo die Qual der Wahl am größten ist
Die meiste Auswahl haben am 26. Jänner die Einwohner von Purkersdorf. In der Gemeinde im Wienerwald rittern acht Gruppierungen um Stimmen. Das Gegenteil dazu findet sich in Aderklaa, Parbasdorf, Waldkirchen an der Thaya sowie Altmelon, Wolfsthal und Großhofen. Dort findet sich jeweils nur eine Liste auf dem Stimmzettel – die ÖVP. Welcher Partei in diesen sechs Orten den Bürgermeister stellt, ist also bereits vorherbestimmt. Insgesamt sitzen ÖVP-Politiker derzeit in 451 Gemeinden am Bürgermeistersessel, die SPÖ stellt 107, Bürgerlisten 15 Ortschefs.
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