14.300 Zuschauer lieferten beim Tournee-Abschluss Höchstleistungen. Sogar deutsche Herzen schlugen für die heimischen Springer-Asse. Vom Glücksbringer bis zum Ex-Skispringer waren die Besucher bunt gemischt.
So macht Fan-Sein Spaß! Ein perfekt organisiertes Dreikönigsskispringen in Bischofshofen. Aus Salzburger Sicht mit einem durchwachsenen Ergebnis: Lokalmatador Jan Hörl wurde hinter Daniel Tschofenig Zweiter, Stefan Kraft Dritter. Die Tournee gipfelte dennoch in einem Event der Extraklasse.
14.300 Fans reisten in den Eisenbahnerort, um nach zehn Jahren wieder einen österreichischen Vierschanzentournee-König zu erleben – zumindest das ging sich aus. Familie Brunner etwa aus der Steiermark war bereits um 13 Uhr im Stadion.
Alena und Helene aus Oberbayern sind zwar Deutschland-Fans. Bei Stefan Kraft werden ihre deutschen Fan-Herzen weich: „Stefan hätte sich das verdient. Wenn schon kein Deutscher gewinnt.“ Auch sie waren bereits kurz nach Einlass im Sepp-Bradl-Stadion.
Sprang schon mit Skisprung-Legende
Apropos: Unter die Zuseher hat sich Peter Steiner aus Hallein gemischt. Der 79-Jährige sprang vor 66 Jahren selbst mit Legende Sepp „Buwi“ Bradl. 100 Kilo Frankfurter & 2000 Semmerl für das Fan-WohlBei so einem Event darf ein Mann nicht fehlen: Glücksbringer Johann Fuchs, „Ullr-Fux“ genannt. Er fertigt seit Jahrzehnten hölzerne Glücksbringer (Ullr) für Skisportler.
Besonderes Geburtstagsgeschenk
Mit den Tickets für das Dreikönigsspringen hat Matthias Seiler von seinen Töchtern Laura und Hannah ein besonderes Geschenk bekommen. Alle drei waren sich anfangs noch sicher: Stefan Kraft macht’s. Es sollte anders kommen.
Trotzdem: Für‘s leibliche Wohl sorgte auch der Skiclub. Michel Brucker und Herzensdame Michaela Prommegger waren für die Fanverpflegung zuständig. 100 Kilogramm Frankfurter, 30 Strutzen Leberkäse, 2000 Semmeln und hunderte Liter Bier wanderten über den Ladentisch.
Die Stimmung war durchwegs grandios: Gerade auch weil die Lokalmatadore immerhin auf dem Podest landeten.
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