Karl Czernin ist seit diesem Jahr der Präsident des Salzburger Golfverbands. Mit der „Krone“ sprach der 32-Jährige über seine Visionen, warum das Spiel mit dem Schläger nicht teurer ist als ein Fitnessstudio, die Außendarstellung des Sports und Ex-Tennis-Superstar Dominic Thiem.
Einen frischen Wind hat es im Salzburger Golf gebraucht! Und dafür will er sorgen: Karl Czernin. Der 32-Jährige hat in seinen jungen Jahren schon einiges erlebt, in Prag und London studiert und davor eine professionelle Tenniskarriere angestrebt. „Früher habe ich jeden Tag mit Dominic Thiem bei Günter Bresnik trainiert. Durch eine Verletzung verlor ich dann die Lust“, erinnert sich der Wiener, der erst später zum Golf kam. Ein Job bei der Murhof-Gruppe verschlug ihn nach Salzburg, seit heuer ist er Präsident des Verbands. „Das war eigentlich ein totaler Zufall“, so Czernin. Vizepräsidentin Birgit Huber stellt aber klar: „Wir wollten einen jungen und ambitionierten Chef. Daher sind wir froh, dass Karl bei uns ist.“
Sein größtes Ziel in seiner Amtszeit ist es, viel mehr Menschen zum Sport zu bringen. Wie das gelingen soll? „Es muss für junge Personen cool sein, Golf zu spielen. Da gibt’s mehrere Ideen. Die Zukunft wird generell in Neun-Loch-Anlagen liegen, weil kaum noch jemand Zeit hat, 18 Bahnen zu spielen. Besonders wichtig ist mir auch die soziale Einbindung. In einer Gruppe macht es viel mehr Spaß, da braucht’s von unserer Seite auch mehrere Angebote.“
40 Euro im Monat
Der größte Störfaktor für steigende Mitgliederzahlen ist für Czernin aber die falsche Außendarstellung des Sports. Golf gilt allgemein immer noch als ein Spiel für Reiche. Der Präsident weiß: „Golf hat ein falsches Image. Heutzutage ist es fast teurer ins Fitnessstudio zu gehen, als auf den Golfplatz. Bei uns in Rif kann man für rund 40 Euro im Monat spielen. Den Menschen muss klar werden, dass sich die Zeiten geändert haben und es leistbar ist, in einem Klub Mitglied zu sein.“
Einen Anreiz für Interessierte in Salzburg soll das 2025 stattfindende DP World Tour Turnier in Gut Altentann geben. „Wir hoffen, dass sich viele Zuschauer danach denken, dass sie den Sport einmal ausprobieren wollen“, sagt Czernin. „Für uns ist dieser Event das Jahreshighlight.“
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