In einer Zukunft, in der künstliche Intelligenz das Leben bestimmt, muss Gabrielle (Léa Seydoux) ihre Emotionen durch eine DNA-Reinigung loswerden. Bei Rückführungen in frühere Leben begegnet sie immer wieder Louis (George MacKay) und spürt eine seltsame Verbindung ... Lesen Sie hier unsere Kino-Kritik zu dem faszinierenden Thriller „The Beast“.
Da öffnet sich der Blick in die gehobene Pariser Gesellschaft des Jahres 1910 und eine Puppenmanufaktur wird zum Schauplatz einer scheuen Romanze. Sodann finden wir uns im Kalifornien des Jahres 2014 wieder, dessen sonnige Fassade trügt.
Und in einer nur zwei Dekaden von unserer Gegenwart entfernten Zukunft reguliert 2044 eine omnipräsente KI das Leben – und Seelenreinigungsrituale sollen Menschen von ihrem sentimentalen Ballast befreien.
Im Zentrum der drei Erzählstränge steht Gabrielle (stark gespielt von Léa Seydoux), die als Person zwischen Jahrhundertwende-Setting, urbaner Einsamkeit in L. A. und futuristisch-seelenlosem Vakuum mäandert. Wie Regisseur Bertrand Bonello in loser Anlehnung an Henry James’ dunkle Novelle „Das Biest im Dschungel“ Zeit- und Wirklichkeitsebenen mischt, ja wie sich Gabrielles Inkarnationen verselbstständigen, um sich zu einer labyrinthischen Anti-Romance à la Lynch zu runden, ist ein hypnotisches Kinovergnügen.
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