Mit welchen Gegnern bekommt‘s Österreich in der WM-Qualifikation zu tun? Die Antwort fällt heute ab 12 Uhr bei der Auslosung in Zürich (wir berichten hier live). Das ÖFB-Team ist bei der Auslosung in Topf eins gesetzt. Duelle mit Kalibern wie Spanien, Frankreich oder Deutschland bleiben uns damit erspart.
Die Chance, bei der Endrunde 2026 in den USA, Mexiko und Kanada dabei zu sein, scheint groß wie lange nicht.
Der Gruppensieger erhält ein WM-Ticket, der Zweite darf im März 2026 in ein Play-off mit zwei K.o.-Runden. Den Startplatz dafür hat Österreich auch über die Nations League fast sicher. Klares Ziel ist aber, die erste WM-Teilnahme seit 1998 auf direktem Weg zu fixieren. Die Österreicher sind nach der Auslosung in jedem Fall das in der Weltrangliste bestplatzierte Team ihrer Gruppe. Mit einigen möglichen Gegnern hat man in der jüngeren Vergangenheit aber unliebsame Bekanntschaft gemacht.
Wiedersehen mit Türkei und Norwegen?
In Topf zwei liegen etwa die Türkei, der man Anfang Juli im EM-Achtelfinale in Leipzig leicht favorisiert 1:2 unterlegen war, oder Norwegen. Erling Haaland und Co. hat die ÖFB-Auswahl im Oktober in Linz zwar 5:1 abgefertigt, in der Endabrechnung der Nations League landete Österreich aber hinter den Norwegern, weil es gegen Slowenien zweimal nur zu einem 1:1 reichte. Die Slowenen werden aus Topf drei gezogen – wie etwa auch Schottland oder Irland.
Topf 1
+ Spanien und Niederlande (via Platzhalter als Gewinner und Verlierer von Nations-League-Viertelfinale 1)
+ Frankreich und Kroatien (via Platzhalter als Gewinner und Verlierer von Nations-League-Viertelfinale 2)
+ Portugal und Dänemark (via Platzhalter als Gewinner und Verlierer von Nations-League-Viertelfinale 3)
+ Italien und Deutschland (via Platzhalter als Gewinner und Verlierer von Nations-League-Viertelfinale 4)
+ England, Belgien, Schweiz, ÖSTERREICH
Topf 2
Ukraine*, Schweden, Türkei*, Wales, Ungarn*, Serbien*, Polen, Rumänien, Griechenland*, Slowakei*, Tschechien, Norwegen
Topf 3
Schottland*, Slowenien*, Irland*, Albanien, Nordmazedonien, Georgien*, Finnland, Island*, Nordirland, Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Israel
Topf 4
Bulgarien*, Luxemburg, Belarus, Kosovo*, Armenien*, Kasachstan, Aserbaidschan, Estland, Zypern, Färöer, Lettland, Litauen
Topf 5
Moldau, Malta, Andorra, Gibraltar, Liechtenstein, San Marino
* = im März noch in der Nations-League-Relegation engagiert
Die weiteren möglichen Herausforderer des ÖFB-Teams aus dem zweiten Lostopf sind die Ukraine, Schweden, Wales, Ungarn, Polen, Rumänien, Griechenland, die Slowakei, Tschechien und Serbien. Die Serben sind im März in Hin- und Rückspiel zugleich erster ÖFB-Gegner im neuen Jahr. Die WM-Quali beginnt für Österreich wegen der Relegation um die Rückkehr in die höchste Spielklasse der Nations League frühestens im Juni – und möglicherweise erst im September.
Fünfergruppe wahrscheinlicher
Die insgesamt 54 Teams werden in sechs Vierer- und sechs Fünfergruppen gelost. Die Vierergruppen werden an lediglich drei Doppelterminen im Herbst ausgetragen. Für Österreich ist eine Fünfergruppe etwas wahrscheinlicher. Das hat mit dem Finalturnier der Nations League im Juni zu tun. Alle acht Viertelfinalisten der Nationenliga sind in Topf eins. Die vier Viertelfinal-Gewinner von kommendem März werden via Platzhalter jedenfalls in eine Vierergruppe gelost. Nur zwei dieser Gruppen sind dann noch frei.
Teams werden in sechs Vierergruppen (A bis F) und sechs Fünfergruppen (G bis L) gelost, beginnend mit Topf 1. Die Gewinner der vier Nations-League-Viertelfinali im März kommen jedenfalls in Vierergruppen. In jeder Fünfergruppe kann höchstens ein Team, das im März in der Nations League engagiert ist (Viertelfinal-Verlierer oder Relegations-Teilnehmer) landen.
In Fünfergruppen wiederum kann Österreich wegen der Spielplangestaltung auf kein anderes Team treffen, das ebenfalls im März in der Nations-League-Relegation engagiert ist – eine von vielen Notwendigkeiten, die der Computer bei der Auslosung mitberücksichtigt. Vertreten wird der ÖFB in Zürich neben Rangnick durch Sportdirektor Peter Schöttel, Geschäftsführer Bernhard Neuhold und Pressesprecher Christian Wiesmayr.
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