Beim Hirtenadvent in der Großen Universitätsaula in Salzburg feiert eine Neuinszenierung mit zutiefst weiblichem Blick Premiere. Gesamtleiter Josef Radauer und sein Team wollen „schlichte Tradition“ weitertragen.
Der Schatz an Volksmusik ist unglaublich groß“, schwärmt Josef Radauer, Vollblutmusiker und Leiter beim Hirtenadvent in der Uni-Aula. Vom feinfühligen Wiegenlied bis zum kraftvollen Jodler ist die Palette breit. Seit 2006 stimmt im Festspielbezirk auf beiden Seiten der Hofstallgasse ein Adventsingen mit Tobi-Reiser-Wurzeln auf Weihnachten ein. Konkurrenzkampf gibt es nach der Abspaltung von Radauer und Team keinen mehr. Radauer: „Wir sind freundschaftlich verbunden.“ Sein Anspruch ist es, der Volkskultur treu zu bleiben.
Bei der Neuinszenierung „Marientraum“ ist der Blick zutiefst weiblich. Maria - sie ist wegen der Alterssprünge mit Madeleine Wildhalm, deren Mutter Eva Maria Schwaighofer und Hirtenkindern mehrfach besetzt - kehrt nach dem Tod ihres Sohnes nach Nazareth zurück und erinnert sich.
Für die besondere Note sorgen die 20 Hirtenkinder. Radauer: „Wir fördern das ganze Jahre das natürliche Singen.“ Probenauftakt war heuer dann im Pfadfinderhaus am Höllerersee. Radauer freut, dass Talente dem Hirtenadvent oft länger treu bleiben. Bestes Beispiel: Engel Marlena Horngacher war früher Hirtenkind.
Es gibt für elf Vorstellungen noch wenige Karten. Premiere feiert „Marientraum“ heute, Freitag.
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