Ausgerechnet im wichtigen Weihnachtsgeschäft wurde abends die Sicherheit in St. Pöltner Gastro-Betrieben von der Behörde unter die Lupe genommen. Dabei hieß es auch: Licht aus!
Unfreiwillig zum „Dinner in the dark“ entwickelte sich das Essen Freitagabend bei vielen Gastro-Betrieben in St. Pölten. Denn ausgerechnet an der so umsatzstarken Tageszeit mitten im Advent standen in vielen Lokalen plötzlich unangekündigt Magistratsmitarbeiter, Feuerwehrkameraden und Polizisten in der Gaststube. Sie forderten unter anderem, das Licht abzudrehen. Denn im Mittelpunkt standen vor allem die Notausgänge und die Notbeleuchtung. Das Fazit gleich vorweg: Es gab nur kleinere Missstände, die sofort behoben werden konnten.
Die Sicherheit und solche Kontrollen sind freilich wichtig. Der Besuch aber ausgerechnet zu so einer arbeitsintensiven Zeit war richtig hart für uns.
Bei den Wirten hält sich die Freude über den „Besuch“ stark in Grenzen. „Um so eine Zeit ist es das unangenehmste, was uns passieren kann“, schildert ein Lokalbetreiber der „Krone“. Der Behördenbesuch erzeugte nicht nur wegen der plötzlichen Dunkelheit reichlich Wirbel. Es wurde auch teilweise eifrig diskutiert und sogar mit einer Schließung gedroht.
„Als Stammgäste nie etwas gesagt“
Auf die Gäste wurde dabei zu wenig Rücksicht genommen, kritisieren die Gastronomen, denen gleichzeitig aber auch ein anderer Punkt sauer aufstößt: „Da waren Stammgäste dabei, die nie etwas kritisiert haben. Plötzlich stehen sie auf der anderen Seite und haben etwas zu meckern“, ärgert sich ein Unternehmer. Auch die Gaststätte Figl des St. Pöltner Wirte-Obmanns Matthias Strunz wurde kontrolliert: „Das hätte man auch im Jänner machen können. Viele Kollegen haben das nicht verstanden.“
„Mehrwert für Wirte und Kunden“
Aus dem Rathaus heißt es, dass solche stichprobenartigen Kontrollen Standardmaßnahmen und Aufgaben der Behörde seien. Sie hätte nur Sinn während des laufenden Betriebs. „Niemand will Tragödien wegen versperrter Notausgänge“, heißt es. Die Störung des Betriebes sei nur kurz und auf das wesentliche beschränkt gewesen. „Das Ergebnis war gut, sodass auch die Wirte und Kunden einen Mehrwert davontragen“, betont man.
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