Situation entspannt

Stmk: Schäden in Millionenhöhe nach Überflutungen

Österreich
08.05.2013 12:22
Nach den großflächigen Überschwemmungen in der Steiermark ist am Mittwoch wieder weitgehend Normalität eingekehrt. Vielerorts waren noch restliche Aufräumarbeiten im Gange. Weitere, für die Nacht prognostiziert gewesene starke Regenfälle blieben zum Glück aus. Die Schäden, die das Unwetter verursachte, gehen ersten Schätzungen zufolge in die Millionen.

Die konkrete Schadenshöhe in der Landwirtschaft lassen sich laut der Landwirtschaftskammer Steiermark "beim besten Willen noch nicht beziffern". Die Situation sei schwierig, da auch das Wasser nur teilweise abgeflossen sei und noch auf Äckern und Feldern stehe. Der Schaden dürfte hier jedoch mindestens in die Hunderttausende Euro gehen, erklärte Mario Winkler von der österreichischen Hagelversicherung.

Rund 2.500 Hektar Agrarfläche betroffen
Besonders betroffen sind die Flusstäler der Lafnitz, Safen, Raab, Feistritz und des Ilztals, dazu kam laut Landwirtschaftskammer auch noch das Stiefingtal in der Südoststeiermark. Hier haben Grünlandflächen und - in weitaus höherem Ausmaß - Kürbis- und Maiskulturen erheblichen Schaden genommen. Winkler schätzte, dass rund 2.500 Hektar Agrarfläche betroffen sind. "Unsere Sachverständigen sind ständig draußen im Einsatz, wir haben Hunderte Schadensmeldungen zu prüfen."

Feuerwehr: Lage weitgehend normalisiert
Seitens der Grazer Berufsfeuerwehr vermeldete man "Normalisierung". Gearbeitet wurde noch an der Beseitigung einiger Wasserschäden und der Stabilisierung von Hangrutschungen. An der Mur in Graz blieben Promenaden und Radwege noch teilweise gesperrt, zumal der kritische Pegel von fünf Metern noch nicht unterschritten wurde.

Thomas Meier, Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes, sagte, die meisten Schäden seien bis in die späten Dienstagabendstunden abgearbeitet worden. Durch kurzen Starkregen seien in der Nacht im Bezirk Südoststeiermark noch einige wenige Schadensfälle hinzugekommen.

Rückhaltebecken helfen nur bedingt
Zur Kritik, die im Zusammenhang mit der schleppenden Umsetzung von Hochwasserrückhaltebecken aufgekommen war, verwies der Koordinator für Hochwasserrisikomanagement des Landes, Rudolf Hornich, auf die Besonderheit des Unwetterereignisses: Bei derartigen Regenmengen, die auf noch unbedeckte, schon vorgesättigte Böden trafen, könnten auch Rückhaltebecken nur bedingt helfen. 

Man bemühe sich zwar, die Rückhaltebecken möglichst nahe am zu schützenden Siedlungsraum zu errichten. Beim aktuellen Schadensereignis spielten aber auch andere Faktoren wie zu klein dimensionierte Kanalsysteme bis hin zur generellen Problematik der zunehmenden Bodenversiegelung eine Rolle. 

In der Steiermark würden jährlich rund 40 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln für Flussbau und Hochwasserschutz eingesetzt, 132 Rückhaltebecken seien in Betrieb, sieben in Bau und 29 in Planung, so Hornich. Ziel seien 200 Anlagen.

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