Bis zu zwei von 1000 Kindern leiden in Deutschland an Hemiparese, also an Halbseitenlähmung. Studien besagen aber, dass man durch bestimmte Therapien das Gehirn austricksen und neue Areale aktivieren kann. Funktioniert das auch mithilfe des Erlernens von magischen Tricks? Dieser Frage gingen das LMU-Klinikum München und die populären deutschen Zauberer Ehrlich Brothers nach.
Im Gemeinschaftsprojekt „Magic Moves“ (ab heute, an vier Samstagen um jeweils 19.25 Uhr, ZDF) begleiten Andreas und sein jüngerer Bruder Chris Ehrlich in einem einzigartigen Camp zehn Kinder mit Hemiparese und gehen der Frage nach, ob Zaubertricks ihre motorischen Fähigkeiten wirklich verbessern können. „Bei ,Magic Moves’ ging es nicht um die große Show“, erklärt Chris Ehrlich das Konzept, „hier standen wir vor der besonderen Herausforderung, die Zauberkunst für therapeutische Zwecke zu nutzen. Die Kinder waren irgendwann an einem Punkt, wo sie gar nicht gemerkt haben, wie intensiv sie ihre gelähmte Hand eingesetzt haben.“
Bruder Andreas stimmt begeistert ein. „Es war für uns überwältigend, zu erleben, welchen Enthusiasmus sie an den Tag gelegt haben. Es wurde von morgens bis abends gezaubert.“ In den vier einzelnen Folgen geht es um den Aufbau von Vertrauen, wie man das Selbstbewusstsein der Kinder steigert, wie man sie für Sport animieren kann und wie man – als krönenden Abschluss – gemeinsam mit den Kindern auf einer großen Bühne vor Publikum zaubert. „Vielleicht war das sogar der größte Trick in unserem Leben“ ist Andreas ergriffen. Das „Magic Moves“-Therapiekonzept wird übrigens wissenschaftlich weitergeführt.
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