Mit der finanziellen Förderung für angehende Mediziner möchte das Burgenland sicherstellen, dass auf lange Sicht ausreichend ärztliches Personal bereitsteht. Die 25-jährige Laura Schermann aus Oberloisdorf hat sich bereits ein Stipendium gesichert.
Laura Schermann studiert Humanmedizin und ist eine von jenen 148 angehenden Ärzten, die über ein Stipendium des Landes gefördert werden. So wie ihre Kommilitonen hat sie sich im Gegenzug dafür verpflichtet, nach ihrem Studium mindestens fünf Jahre im Burgenland als Ärztin im niedergelassenen Kassenbereich oder in einem Krankenhaus zu arbeiten. Für Schermann ist dies der Weg zu ihrem „Traumjob“.
Bereits im Rahmen eines freiwilligen Sozialjahres beim Roten Kreuz Oberpullendorf absolvierte die junge Burgenländerin die Ausbildung zur Rettungssanitäterin und fand Gefallen daran, in der Notfallversorgung tätig zu sein. „Von da an wusste ich, dass ich Notärztin und Fachärztin für Anästhesiologie und Intensivmedizin im Burgenland werden will“, sagt sie.
In den klinischen Praktika während des Studiums konnte sie bereits verschiedene Abteilungen in einigen Kliniken im Burgenland kennenlernen. Ihre Leidenschaft ist spürbar: „Der Wunsch Anästhesistin zu werden, änderte sich bis heute nicht: „In meiner Freizeit führe ich meine Tätigkeit als Rettungssanitäterin immer noch ehrenamtlich aus und zusätzlich bin ich als First Responder rund um die Uhr für Notfälle in meiner Umgebung verfügbar, um schnelle erste Hilfe leisten zu können, bis der Rettungsdienst eintrifft.“
Großes Anliegen des Landeshauptmannes
„Genau solche Ärzte brauchen wir im Land“, sagt Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, der selbst erst vergangene Woche nach einer leichten Lungenentzündung Patient in der Klinik Oberwart war. „Meine eigene Erfahrung zeigt, dass hier Spitzenmedizin und menschliche Fürsorge Hand in Hand gehen. Ich freue mich, dass wir unter anderem über unsere Stipendien-Modelle als Teil unserer breiten Gesundheitsoffensive die medizinische Versorgung im Burgenland auf hohem Niveau sichern werden. Denn dazu braucht es nicht nur moderne Kliniken, sondern auch das Personal.“
Die Stipendien seien ein wichtiger Schritt, um engagierte Ärzte zu gewinnen. Schon jetzt ist das Burgenland auf dem Arbeitsmarkt für Mediziner gefragt. Durch die Einführung des Ärztepakets, beste Rahmenbedingungen und modernste Kliniken sind in den Spitälern so viele Ärzte wie noch nie beschäftigt – aktuell rund 700!
Fortschrittlicher Geist
Laura Schermann hat sich für ihr klinisch-praktisches Jahr für die Klinik Oberwart entschieden, die größte Klinik der Gesundheit Burgenland mit den meisten Abteilungen. „Eine möglichst breite fächerübergreifende Ausbildung ist mir sehr wichtig“, sagt die Ärztin in Ausbildung. Ein weiterer Grund für ihre Entscheidung war der Neubau der Klinik, der mit der Weiter- oder Neuentwicklung vieler Abteilungen einherging.
Besonders eindrücklich fand ich die Entstehung der Abteilungen für Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin. Der frische Wind war deutlich spürbar und die Neuentwicklungen in diesen Bereichen hat auch mich als Studentin inspiriert.
Medizinstudentin Laura Schermann (25)
Mittlerweile hat Schermann schon Geburten im Kreissaal erlebt, diverse spannende Operationen und auch Notfällen im Schockraum oder in der Notaufnahme. Als nächstes steht ihr zweites Pflichttertial an, das sie am kommenden Montag auf der Abteilung für Chirurgie beginnen wird.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.