Die Streitereien in dem Asylwerberheim waren im Sommer 2012 schon wochenlang innerhalb einer Gruppe von Afghanen hin und her gegangen. Einer der Männer soll dann die Mutter und die Schwester des 16-Jährigen beleidigt haben, woraufhin der Beschuldigte laut Staatsanwalt Hansjörg Bacher beschloss, seinen Kontrahenten zu töten. Er schlich in der Nacht in dessen Zimmer und fügte ihm einen langen Schnitt am Hals im Bereich der Kehle zu. Als das Opfer sich schreiend im Bett zusammenkauerte, stach der Jugendliche rund 50 Mal auf den Wehrlosen ein.
Der Angeklagte wollte vor Gericht nicht viel zum Tathergang sagen, er beteuerte nur, er habe niemanden töten wollen. Die Geschworenen unter Vorsitz von Richterin Gudrun Schmitt befanden den Afghanen für schuldig und verurteilten ihn zu der achtjährigen Haftstrafe, die er - sofern sie rechtskräftig wird - im Maßnahmevollzug verbringen wird. Der Angeklagte erbat drei Tage Bedenkzeit, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab.
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