Victoria Palla bekommt vom britischen Skiverband die Chance, sich bei den ersten drei Weltcup-Slaloms zu beweisen. Die Chance in Levi konnte die Zellerin nicht nutzen. Samstag startet sie beim Heimweltcup in Gurgl. Daran, wie es im österreichischen Verband wäre, verschwendet die 23-Jährige keine Gedanken.
Vergangenen Samstag startete Skifahrerin Victoria Palla beim Weltcupslalom in Levi – und schied im ersten Lauf aus. In Gurgl bekommt sie am Samstag die nächste Chance. „Die Vorfreude ist schon richtig groß, viele Freunde werden kommen“, erzählt die 23-Jährige im Gespräch mit der „Krone“. Wer sie bei ihrem Lauf verfolgen will, darf allerdings nicht auf eine österreichische Flagge achten. Palla startet nämlich seit 2017 für Großbritannien. Das liegt an ihrem in London geborenen Vater. Er hat durch seine Vorfahren eine enge Bindung an Zell am See, wo er seinen Zweitwohnsitz und seine Tochter ihre Heimat hat.
Privat sieht sie sich als Österreicherin, tanzt sie durch die Stangen, ist das aber ganz anders: „Beim Skifahren fühle ich mich sehr britisch.“ Dass der Verband deutlich kleiner ist, sieht Palla als Chance: „Dass man zu einem Startplatz im Weltcup kommt, ist leichter und man hat früher die Möglichkeiten, Erfahrungen zu machen. Und ich fühle mich nicht so unter Druck, habe meine Freiheiten.“
Den Druck macht sie sich ohnehin selbst. Nach Gurgl darf sie auch noch am Rennen in Killington (1.12.) teilnehmen. Fährt sie dabei in die Punkte, dürfte sie auch bei den weiteren Weltcupslaloms an den Start gehen. „Per Mail hat mir der Skiverband zugesagt, dass ich ins Weltcupteam komme, wenn ich in die Top-30 fahre – eine große Motivation für mich“, sieht die Pinzgauerin eine große Chance. Palla, die bereits im Vorjahr bei beiden Levi-Slaloms ausschied, ist zuversichtlich: „Wenn ich so fahre, wie im Training, ist viel möglich. Für mich ist aber wichtig, dass ich nicht zu sehr an Platzierungen denke. Ich muss einfach Freude haben.“
Die hat sie schon beim Aufwärmen, wenn sie Stars wie Mikaela Shiffrin sieht. „Im Weltcup herrscht immer eine große Aufregung. Man sieht neue Leute und ist leicht imponiert. Aber man muss sich daran erinnern, dass man das wegen einem Grund tut“, versucht die Zellerin cool zu bleiben.
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