Eine aktuelle Umfrage der Tiroler Sparkasse zeigt: Die klassische Sparvariante ist weiter auf dem ersten Platz. Bei den Jüngeren ist jedoch eine Trendwende hin zu mehr Risiko zu sehen.
Zum heutigen Weltspartag präsentiert die Tiroler Sparkasse die Ergebnisse einer in Auftrag gegebenen Umfrage zum Sparverhalten der Bevölkerung hierzulande. Diese liefern interessante Details. So ist der monatliche Sparbetrag im Vergleich zu den Vorjahren trotz der recht hohen Lohn- und Gehaltssteigerungen gesunken und liegt nun bei 293 Euro.
Zum Vergleich: Im Vorjahr legten die Tiroler mit 331 Euro noch mehr auf die Seite. Österreichweit werden übrigens monatlich pro Kopf 308 Euro gespart.
Sicherheitsgedanke beim Sparen
Prinzipiell ist das Thema Sparen bei den Tirolern hoch im Kurs. 82 Prozent geben an, dass es ihnen ein Anliegen ist, Geld auf die Seite zu legen. Im Vorjahr sagten das noch 81 Prozent. Die Gründe für das Sparen: Neun Prozent meinen, dass es ihnen Sicherheit gibt und betonen, dass man auch den eigenen Kindern von Anfang an beibringen sollte, Geld auf die Seite zu legen.
81 Prozent der Befragten nutzen Sparbuch
Weiterhin setzen die Tirolerinnen und Tiroler beim Sparen auf Sicherheit bzw. sogar noch mehr als im Vorjahr. 2023 nutzten noch 73 Prozent der Befragten das Sparbuch, im heurigen Jahr sind es mit 81 Prozent deutlich mehr. Weiter dahinter sind das Girokonto (56%), die Lebensversicherung (46%) sowie das Bausparen (45%) als Sparvariante.
Von Wertpapieren oder Aktien lassen die meisten die Finger. „58 Prozent der Tiroler besitzen laut eigener Angabe keine Wertpapiere“, heißt es. Umgekehrt geben lediglich 29 Prozent an, dass sie für einen Teil des Sparbetrags Risiko in Kauf nehmen, um eine Chance auf mehr Rendite zu haben.
Doch es scheint langsam eine Trendwende einzutreten. Denn 44 Prozent der 16- bis 29-Jährigen geben an, Wertpapiere zu nutzen.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es in den nächsten Monaten zu weiteren Zinssenkungen der EZB kommen.

Patrick Götz, Vorstand der Tiroler Sparkasse
Bild: Thomas Steinlechner
„Guter Grund, sich mit Alternativen zu befassen“
Zu diesen Ergebnissen meint Patrick Götz, der Vorstand der Tiroler Sparkasse: „Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es in den nächsten Monaten zu weiteren Zinssenkungen der EZB kommen. Ein guter Grund, sich jetzt auch über alternative Veranlagungsformen zu informieren. Wertpapiere wie Aktien und Anleihen bieten hier interessante Möglichkeiten. Allerdings ist ein gewisses Grundwissen Voraussetzung. Insbesondere die junge Generation hat erkannt, dass es Alternativen braucht und befasst sich intensiv mit diesem Thema.“
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