Für Unmut sorgt momentan ein neues Raumordnungsprogramm in Maria Enzersdorf, Bezirk Mödling. Laut einem Gemeindeschreiben vom April sollen viele Grundstücke von einem Tag auf den anderen einfach umgewidmet werden. Liegenschaftseigentümer befürchten Einschränkungen und Wertverlust.
Besonders sauer ist Veronika Fischer. Im April flatterte ihr ein Schreiben der Gemeinde ins Haus. Ihr Grundstück – und auch das vieler Nachbarn – soll von einem Tag auf den anderen umgewidmet werden. Und zwar von „Grünland Landwirtschaft“ auf „Grünland Park“. „Das bedeutet einen Wertverlust für die Liegenschaft und dass ich beispielsweise kein landwirtschaftliches Gebäude mehr auf meinem Grundstück errichten darf“, befürchtet Fischer.
Insgesamt wurden 49 „Erinnerungen“, also Einsprüche, gegen das Vorhaben eingereicht. „Diese werden bei der endgültigen Beschlussfassung durch den Gemeinderat in Erwägung gezogen“, heißt es von Seiten der Gemeinde. Nachsatz: „Jedoch ohne Rechtsanspruch“. Fischer befürchtet nun, dass es in der morgigen Gemeinderatssitzung bereits zu endgültigen Beschlüssen kommen könnte.
Vizebürgermeisterin Michaela Haidvogel gibt Entwarnung. „Der gesamte Tagesordnungspunkt ist herausgefallen, weil wir versucht haben, alle Einsprüche zu bearbeiten und wir keine Einigung erzielen konnten“. Und: „Alle 49 Bürger, die eine Erinnerung abgegeben haben, werden in den nächsten Tagen darüber verständigt“. Wann und ob es überhaupt zur Umwidmung kommen wird, sei momentan noch nicht klar. „Sinn der Umwidmung sollte sein, dass Grünbereiche geschützt bleiben“, erklärt Haidvogel.
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