Di, 21. August 2018

Auf dem Prüfstand

20.09.2005 15:13

Relativ gute Noten für Billig-Airlines

Billigflieger können durchaus mit der etablierten Konkurrenz mithalten. Doch nicht alles, was preisgünstig ausschaut, ist es auch, so das Ergebnis eines ÖAMTC-Tests von elf Low-Cost-Carriern. So sei es manchmal schwierig, online die Vertragsdetails zu finden, die Haftungsgrenzen fürs Gepäck seien recht unterschiedlich und manche Kurzstrecken können sich als stundenlange Anreise herausstellen.

Richtig billig sei der Flug nur dann, wenn kurz nach Bekanntgabe der neuen Reiseflugpläne gebucht werde. Bestnoten im Bereich "Geschäftsbedingungen" erhielten Sky Europe, Hapag-Loyd Express, Air Berlin, Niki und die reduzierten Tickets der AUA (redticket).

Hingegen gab es bei Intersky "grobe Mängel" bei den Haftungsfragen und bei Easyjet zu geringe Haftungsgrenzen. Easyjet wurde auch wegen der Transportbestimmungen kritisiert. So dürfen zwar keine Zündhölzer und Wegwerf-Feuerzeuge mitgenommen werden, Schusswaffen, die für Sportveranstaltungen bestimmt sind, dürfen laut Autofahrerclub aber in den Flieger.

Wien - London in 6,5 Stunden
Wer rasch an seinem Ziel sein möchte, sollte sich die Lage der Flughäfen und die An- und Abfahrtszeiten genau ansehen. Ein Flug mit Easyjet ab Bratislava nach London dauert mit Anreise ab Wien "gute 6,5 Stunden", warnte der ÖAMTC. Das selbe gelte auch für die Sky Europe-Verbindung ab Bratislava nach Paris. Dabei betrage die Flugzeit jeweils nur knappe zwei Stunden.

Beträchtliche Zusatzkosten
Die in der Werbung angepriesenen Billigpreise seien meist nur dann zu erreichen, wenn der Reisende sofort nach Bekanntgabe der neuen Flugpläne bucht, auf versteckte Tarifinfos bei der Onlinebuchung und auf Kreditkarten-Gebühren achtet. Hungrigen Flugkunden empfiehlt der ÖAMTC die Mitnahme eines Brötchens, selbiges koste nämlich in den Billigfliegern bis zu fünf Euro. Weitere Zusatzkosten verursachen die relativ niedrigen Gepäcksgewichts-Obergrenzen und nachträgliche Änderungen bei der Flugroute.

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