"Dieses tragische Erlebnis werde ich sicher nicht so schnell vergessen. Ich hab' die ganze Nacht nicht schlafen können und immer wieder daran denken müssen", sagte die Revierinspektorin Petra Macho (38), die noch bis Sonntag mit ihrer 28 Jahre alten Kollegin Beate Eigner in der Obersteiermark auf Skiurlaub ist.
"Eine alleine hätte das nicht geschafft"
Am Freitagnachmittag hatte eine Skifahrerin nur drei Meter von ihr entfernt auf der sehr steilen Piste abgeschwungen. "Und dann ist die Frau plötzlich zusammengebrochen. Sie war nicht mehr ansprechbar", beschrieb Macho die schockierende Situation.
Die beiden Polizistinnen und eine 37 Jahre alte Ergotherapeutin aus Niederösterreich halfen sofort - mit Herzmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung. "Eine alleine hätte das in dem steilen Gelände nicht geschafft", so die Revierinspektorin.
"Helferinnen haben das vorbildlich gemacht"
Etwa 20 Minuten später traf der im Kärntner Paternion stationierte Rettungshubschrauber "Alpin 1" ein. Unter Anleitung des Notarztes Andreas Kreiger setzten die drei couragierten Frauen ihre Wiederbelebungsversuche fort, die dann nach insgesamt 35 Minuten endlich erfolgreich waren: Das Herz der 72-jährigen Steirerin begann wieder zu schlagen.
"Die Helferinnen haben das wirklich vorbildlich gemacht", sagte der Notfallmediziner. "Als wir die Patientin ins Klagenfurter Klinikum gebracht haben, war ihr Zustand kritisch, aber stabil." Leider gab es am Samstag keine guten Nachrichten: "Der Zustand der Frau ist nach wie vor kritisch, sie befindet sich in akuter Lebensgefahr", sagte eine Krankenhaussprecherin.
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