Die Lifte am Dreiländereck bleiben heuer still. Ein endgültiges „Aus“ soll das aber nicht bedeuten: Nach dem Insolvenzantrag wird nun fieberhaft an einer Zukunftslösung für das Skigebiet gesucht.
„Wir werden im Gemeinderat eine Gruppe aus allen Fraktionen zusammenstellen. Diese soll im Sinne der Gemeinde mit dem Masseverwalter und möglichen Investoren in Verhandlungen treten“, erklärt Bürgermeister Reinhard Antolitsch.
Zugleich bemühe man sich um finanzielle Unterstützung seitens des Landes Kärnten und des Tourismus. „Es gab erst kürzlich wieder Gespräche und die Signale sind sehr positiv. Doch wird ein zukunftsfähiges Konzept eingefordert“, erklärt Antolitsch. Und dies sehe ganz klar ein Ganzjahresangebot am Dreiländereck vor.
„Dazu braucht es auf dem Berg Angebote, wie eine Mountainbikestrecke, einen Klettergarten oder ähnliches.“ Solche Attraktionen umzusetzen, bedarf dem Einverständnis der Grundeigentümer. „Wir konnten uns mit der Nachbarschaft Seltschach einigen, dass sie uns einen Hektar am Berg zur Verfügung stellt. Weitere Verhandlungen mit Grundeigentümern laufen“, so der Gemeindechef.
Für heuer werden die Lifte stillstehen. Die kleine Lösung mit dem Übungslift ist rechtlich nicht möglich.
Bürgermeister Reinhard Antolitsch
Denn nur mit Erlösen aus einem Sommerbetrieb könnten künftige Abgänge aus dem Winter abgefedert werden. In einem Konzept für das Dreiländereck müsse außerdem der Klimawandel einbezogen werden. Deshalb sei es umso wichtiger, in Zukunft die Sesselbahn auf dem neuesten Stand zu bringen. Denn die familientauglichen Pisten auf 1600 Meter seien, so Antolitsch, auch trotz schneearmer Winter gut zu betreiben.
Einer „kleiner Lösung“ mit einem Betrieb des Übungsliftes durch die Gemeinde im heurigen Winter erteilt der Gemeindechef eine Absage. „Wir haben beim Masseverwalter angefragt, ob man Teile aus der Masse heraus pachten kann. Doch das ist rechtlich leider nicht möglich“, erklärt Antolitsch. Es gehe dem Masseverwalter, so der Bürgermeister, schließlich darum, mit der Verwertung möglichst viele Gläubiger zu bedienen.
Auch ein Nein kommt zur Idee eines Gemeindezusammenschlusses, um das Dreiländereck künftig von öffentlicher Hand zu betreiben. „Es ist nicht Aufgabe von Gemeinden, Skilifte oder Bäder zu betreiben. Dazu hätten wir auch gar nicht die finanziellen Möglichkeiten.“
Mit dem Stillstand der Skilifte am Dreiländereck werde es seitens der Gemeinde Arnoldstein heuer auch keine Liftkartenaktion für die Jugend geben. In der Vergangenheit hatten die Gemeinden Arnoldstein, Finkenstein, Feistritz/Gail und Hohenthurn ja mit dieser Aktion den Betrieb am Dreiländereck und Hrast-Lift subventioniert. Antolitsch: „Wir werden unsere finanziellen Mittel lieber in die Zukunft des Dreiländerecks stecken.“ Eine Saisonkarten-Aktion wird es wohl für den Hrast-Lift geben. Montag wird darüber zum Beispiel im Bad Bleiberger Gemeinderat abgestimmt.
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