„Wer das behauptet, hat keine Ahnung oder lügt.“ Max Eberl spricht zweieinhalb Jahre nach seiner Burn-out-Erkrankung über den immer wieder erhobenen Vorwurf, die Öffentlichkeit damals bewusst getäuscht zu haben.
2022 verabschiedete sich Eberl, jetzt Sportchef bei den Bayern, von Borussia Mönchengladbach, nachdem er dort über 20 Jahre lang gewerkt hatte. Psychische Erschöpfung, ein Burn-out, zwang ihn in die Knie. „Ich war nicht mehr in der Lage, mein Leben in der gewohnten Form weiterzuführen und diesen Job so auszuüben“, erzählt er jetzt in einem Interview mit „11 Freunde“: „Ich erkannte, dass ich mich auf meinem Weg irgendwann verloren hatte, dass ich nur noch einer Rolle entsprach. Ich hatte nicht mehr die Kraft, den Dingen auf den Grund zu gehen.“ Abstand vom Fußballbusiness war nötig, um sich erholen zu können.
„Der lügt“
Dass er schon Monate später bei RB Leipzig anheuerte, mutete für manch Beobachter seltsam an. Bewusste Täuschung der Öffentlichkeit? Unsinn, sagt Eberl: „Wer so etwas sagt, hat keine Ahnung oder lügt.“
Neues Leben
Was sein jetziges Leben vom damaligen unterscheidet? „Fußball ist mir immer noch sehr wichtig, aber nicht mehr wichtiger als meine Gesundheit und mein privater und seelischer Frieden. In gewisser Weise habe ich ein neues Leben geschenkt bekommen“, so Eberl. Er lebe jetzt viel mehr im viel zitierten Moment: „Ich bin ganz bei mir, ich bin einfach ich.“
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