Im größten unterirdischen See und bei Wassertemperaturen von acht Grad Celsius konnten 25 Profis des Landesfeuerwehrverbands die Suche nach vermissten Personen trainieren.
Sie zählt zu einer der außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Österreichs, die bereits mehr als 20 Millionen Gäste besucht haben. Zuletzt wurde die Seegrotte bei Hinterbrühl im Bezirk Mödling aber zum Trainingsgelände speziell ausgebildeter Feuerwehrtaucher. 25 Kameraden aus ganz Niederösterreich mussten im größten unterirdischen See Europas im acht Grad kalten Wasser nach „Vermissten“ suchen.
Erinnerungen an Unglück
Übungsannahme war, dass mehrere Personen das ehemalige Gipsbergwerk unerlaubt betreten hatten und zwei von ihnen auf der untersten Ebene plötzlich verschwunden sind, wo auch der 6200 Quadratmeter große See liegt. Dabei wurden auch Erinnerungen an ein reales Unglück wach: Vor fast genau 20 Jahren war ein mit 28 Passagieren besetztes Boot gekentert, vier Deutsche und eine Belgierin starben dabei.
Zurück zur Übung: Um überhaupt in das Gewässer zu gelangen, musste die gesamte Ausrüstung 500 Meter weit durch einen engen Gang in den Berg getragen werden. Unterstützt wurden die Taucher von der Feuerwehr Hinterbrühl. „Das würde auch bei einem realen Einsatz passieren“, erklären die Florianis.
Viele Herausforderungen
In drei Teams zu je drei Kameraden wurde die Grotte nach vorher versteckten Puppen abgesucht. Dabei musste auch zehn Meter tief in einen Schacht getaucht werden. „Dunkelheit, Unübersichtlichkeit und das kalte Wasser sind die größten Herausforderungen bei einem solchen Einsatz“, wissen die Profis. Zusätzlich Hürde: Bereits kleinste Bewegungen trüben durch den aufgewirbelten Gipsstaub das Wasser für einige Tage.
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