Vision oder Schnapsidee? Das war vor 25 Jahren die Frage. Selbst politische Freunde hielten damals Bürgermeister Hans Rädler aus Erlach für verrückt. Im Jahr 2000 hatte er die Idee, eine Therme in seiner Gemeinde zu errichten. Ab 2004 floss dann das kostbare Nass erstmals aus dem Bohrloch.
„20 Jahre Thermalwasser“ wird heuer im Herbst groß in der heute „Bad Erlach“ genannten Gemeinde gefeiert. Die Idee zu dem Projekt hatte Ex-Bürgermeister Hans Rädler einst, während eine eigene Trinkwasserversorgung für die Kommune aufgebaut wurde. „Als der Geologe mit uns über die Grundstücke zog, meinte er, dass er auch heißes Wasser finden könne. Da hat es bei mir Klick gemacht“, erinnert er sich.
Danach wurde die Quelle gefasst und eine Therme gegründet. Mit überaus positiven Auswirkungen auf Bad Erlach: Im Jahr 2000 hatte die Gemeinde 27 Arbeitsplätze zu bieten. Seither wurden mehr als 1000 Arbeitsplätze geschaffen. Schlüssel dafür war die Therme. Es gab aber auch eine Menge an Folgeprojekten. Eine Kinder-Reha-Einrichtung, das Projekt „Lebens.Med“, die Onkologie, ein Pflegeheim von Mater Salvatoris, ein Heizwerk in Schwarzau und ein Golfplatz – all diese Projekte sind in Folge der Errichtung der Therme entstanden.
Ein Buch zum Thermalprojekt
Die Geschichte ist so spannend, dass Rädler darüber sogar ein eigenes Buch geschrieben hat. Darin berichtet er, wie das Projekt zustande gekommen ist und wie man es finanzieren konnte. Rädler: „Eine große Hilfe waren der damalige Landeshauptmann Erwin Pröll und der damalige ÖVP-Klubobmann Klaus Schneeberger.“
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