Eine defekte Fritteuse dürfte der Auslöser für einen folgenschweren Großbrand in einem Haus in St. Wolfgang gewesen sein. Die betroffenen Bewohner konnten sich zwar noch vor den Flammen in Sicherheit bringen, doch ihre gesamten Habseligkeiten wurden bei dem Brand vernichtet.
„Du stehst vor dem Haus und kannst nur zusehen, wie alles verbrennt. Es ist eine Katastrophe, wir haben gar nichts mehr“, erinnert sich Johannes E. ungern an vergangenen Mittwoch zurück. Sein Haus in St. Wolfgang wurde binnen weniger Minuten ein Raub der Flammen.
Dramatische Augenblicke
„Meine Tochter war mit ihren Kindern zu Besuch, wollte gemeinsam mit meiner Schwiegertochter und dem Enkelkind kochen. Dafür schaltete sie die Fritteuse in der Speisekammer ein. Als sie die Pommes aus der Küche holte, war schon alles voller Rauch. Sie hat mir dann geschrien, dass es brennt. Ich wollte noch mit einem Feuerlöscher helfen, aber die Kammer war schon in Vollbrand. Dann haben wir nur noch geschaut, dass wir rechtzeitig rauskommen“, schildert der 56-Jährige – der sich beim Brandausbruch im Garten aufhielt – die dramatischen Augenblicke.
Ganzes Leben in dem Haus verbracht
Nur fünf Minuten nach der Alarmierung war die Feuerwehr vor Ort, doch da brannte das Haus bereits lichterloh. Das Feuer hatte sich in dem alten Holzhaus vom Erdgeschoss bis zum Dachboden ausgebreitet. „Das Haus wurde 1962 von meinen Eltern gebaut. Ich bin dort aufgewachsen, wohne schon mein ganzes Leben dort. Mein Sohn lebte mit seiner Frau und Kind im ersten Stock. Jetzt haben wir nur mehr das, war wir an diesem Tag am Leib hatten“, so Johannes E.
Sämtliche Erinnerungen verbrannt
Kleidung, persönliche Dokumente, Fotos und sämtliche Erinnerungen wurden von den Flammen zerstört. „Es ist alles entweder verbrannt, verkohlt, völlig durchnässt oder stinkt“, so der Hausbesitzer, der im ausgebrannten Haus bereits nach möglichen Überbleibseln gesucht hat. Um zumindest die finanziellen Probleme etwas lindern zu können, hat ein Arbeitskollege für die Familie ein Spendenkonto eröffnet. Ursache für den Brand dürfte übrigens ein technischer Defekt bei der Fritteuse gewesen sein.
Spendenkonto für die Familie E.
AT42 3454 5000 3018 9104
„Es war noch nichts drinnen. Ich habe sie erst vor einem Monat gekauft“, rätselt der Besitzer. Aktuell sind die Betroffenen bei Familie, Freunden und Nachbarn untergebracht. Das Haus wird abgerissen und völlig neu aufgebaut werden müssen.
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