Schwimmer Simon Bucher hat das Olympia-Finale über 100 m Delfin verfehlt!
Der Tiroler kam am Freitag im Pariser Semifinale als Gesamt-Zehnter auf 51,35 Sekunden, den Aufstieg verpasste er als nun zweite Reserve um 0,27 Sekunden, seinen nationalen Rekord um 0,17 Sekunden. Am Samstag (12.40 Uhr) ist der Vize-Weltmeister mit Bernhard Reitshammer, Valentin Bayer und Heiko Gigler in den Vorläufen über 4 x 100 m Lagen engagiert.
„Es ist nicht das, wofür ich hergefahren bin!“
Bucher war niedergeschlagen, als Vize-Weltmeister angereist, hatte er es zwar nicht so offen kommuniziert, aber doch recht fix mit einer Final-Teilnahme gerechnet. So habe er seiner Familie Tickets für die Samstag-Finale gekauft. „Es ist nicht das, wofür ich hergefahren bin“, sagte der 24-Jährige, nachdem er sich etwas gefasst hatte. Verglichen mit seinem 37. Platz von Tokio müsse er eigentlich zufrieden sein, sei das eine Weltklasse-Platzierung. „Vielleicht aber habe ich mir selber ein bisschen einen zu großen Druck gemacht, seit ich das Limit geschwommen bin“, räumte Bucher ein.
Der EM-Vierte über diese Distanz war im zweiten Semifinal-Lauf an der Reihe gewesen, im ersten waren nur die ersten drei sehr schnell geschwommen. „Ich habe daher gewusst, dass in meinem Lauf der fünfte Platz reichen kann.“ Letztlich ließ Bucher aber nur einen Konkurrenten im direkten Duell hinter sich. Zumindest mit seiner Leistung sei er freilich zufriedener als im Vorlauf, in dem er in 51,55 Sekunden 13. geworden war. „Ich habe mir es ein bisschen besser eingeteilt, bin es nicht so hektisch und aggressiv angegangen.“ Nun wolle er mit der Staffel doch noch ein Finale erreichen.
„Irgendwie schließt sich ein Kreis!“
Lena Kreundl war in den Vorläufen über 200 m Lagen als 24. ausgeschieden. Die Oberösterreicherin kam auf 2:15,04 Minuten, 3,08 Sekunden fehlten auf das Semifinale. Zufrieden war sie nicht. „Ich weiß nicht, was auf dem letzten 50er passiert ist.“ Dann kamen die Tränen. „Ich bin in das Rennen gegangen, dass es vielleicht das letzte ist. Ich weiß nicht ob und wie es weitergeht“, sagte die 26-Jährige. „Ich habe mein Appartement in der Schweiz vor zwei Wochen ausgeräumt. Es ist alles sehr emotional gerade.“ 2012 habe sie mit der Kurzbahn-EM in Chartres und so auch in Frankreich ihr internationales Debüt gegeben. „Irgendwie schließt sich ein Kreis.“
„Ohne die Hilfe von Ärzten könnte ich ...“
Ziemlich fix sei, dass sie im September Vollzeit in ihren Beruf als Polizistin einsteigt. Womöglich bestreite sie aber noch die kommende Kurzbahn-Saison. „Aber ich bin körperlich sehr angeschlagen und habe seit über einem Jahr extreme Knieprobleme. Ohne die Hilfe von Ärzten könnte ich keinen einzigen Brust-Beinschlag machen.“ Ihre Saison mit Kurzbahn-EM-Bronze sei für sie daher das Größte. „Ich hatte die beste Saison, die ich je geschwommen bin. Ich bin extrem dankbar, es sind so viele Leute extra angereist, dass sie zuschauen. Ich bin sehr stolz auf mich.“
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