Eva Schulz ist Powerfrau, Mama von drei entzückenden Mädels, Marketingprofi – und hat als Quereinsteigerin einen großen Parade-Bauernhof bei Lassnitzhöhe hoch gezogen. Mit charmantem Kuh-Café.
Über Eva Schulz haben wir schon vor Jahren einmal berichtet, nicht nur, weil sie so voller Power steckt, sondern, weil sie das Pferd quasi von hinten aufgezäumt hat. Nicht wenige zieht es ja vom Land in die Stadt – bei der Steirerin war es genau anders. Sie küsste gemeinsam mit ihrem Lebenspartner eine stillgelegte Landwirtschaft bei Laßnitzhöhe aus dem Dornröschenschlaf. Und startete durch.
Warum? Weil sie wollte, dass ihre Kinder – mittlerweile schon drei entzückende Blondschöpfe – naturnah und bei den Eltern aufwachsen können. In den Gatsch hüpfen, sich dreckig machen, wissen, woher das Fleisch kommt. Und weil Eva Schulz wollte, dass ihre Tiere artgerecht wachsen und leben können. Bis sie ohne Angst sterben, auch da ist das Paar mit dabei, „das sind wir ihnen schuldig“.
„Wir werden nicht reich, aber glücklich“
Jetzt sind es 130 Mutterkühe, die Hühner rennen glücklich im Freien, die Schweine wühlen im duftenden Stroh. „Wir werden vermutlich so nicht reich. Aber glücklich“, sagte die junge Frau damals schon und strahlte.
Und auf dem Weg zum ultimativen Glücklichsein haben die zwei jetzt noch einen Gang höher geschaltet – weil sie so eine Freude haben, dass ihr neues, charmantes Kuh-Café so gut ankommt! Detailreich haben sie das quasi über den Köpfen der Kühe (das sind nur solche, die gerade ihre Kälbchen bekommen haben, alle anderen sind auf den riesigen Weiden) geschaffen.
Mit Ideen, die die Gäste entzücken – wo sonst identifizieren Kuh und Stier pfiffig Damen- und Herrentoilette, findet man Kuhprofile sogar in den Sessellehnen und mehr als originelle Kuhbilder an den Wänden? Und am allerwichtigsten: Qualität auf den Tellern, die schmeckt.
An den Wochenenden wird hier Frühstück angeboten, und das ist vom Feinsten. Aus eigenem Haus stammen Fleisch, Käse, Eier, richtig tolle Kreationen wie Melonen-Käsevarianten munden ohne Ende, die Kuchen sind hausgemacht. Bestens kommen auch die perfekten kleinen Burger an. Die Auswahl ist so groß, dass man sich gar nicht durchkosten kann. Und warum schmeckt der Kaffee hier auffallend gut? Vielleicht, weil man die Produzentinnen so im Blick hat und die ihr Leben genießen!
Eine Mutterkuh etwa liegt völlig entspannt auf dickem Strohbett, neben sich ihr erst wenige Tage altes Kälbchen. Die Besucher dürfen es anschauen, sie weiß, dass ihrem Baby hier nichts passiert. Für die Besucherkinder ist das natürlich auch ein Traum, dass sie hier im Rahmen des Frühstücks den großen Hof erkunden können, Wertschätzung und Respekt vor dem Tier vorgelebt bekommen und so lernen.
Hier lässt sich niemand hetzen
Hetzen lässt man sich – was für eine Wohltat in heutiger Zeit – nicht, daher muss für das Frühstück auch reserviert werden. Angeboten wird der angenehme Raum samt Genussversorgung auch für Veranstaltungen aller Art, für Büroausflüge oder Geburtstage.
Erwähnt gehört auch der Hofladen, der 24 Stunden lang das anbietet, was uns Steirer so auszeichnet: Kernöl, Wein, Eier, Obst, Gemüse, Essig, Fleisch. Sehr geschmackvoll hier das Wohlfühl-Ambiente, es wird auch gekocht.
In den Laufstall der Milchproduzentinnen regnet und schneit es übrigens hinein: „Sie sollen das Wetter spüren, das Leben!“ Die Tiere sollen glücklich sein, wünscht sich die Familie .So wie sie selbst es auch mit ihrer traditioneller, ehrlicher Produktion ist.
Infos über den Hof und Reservierung: www.vicha.at
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